Die spanische Nationalpolizei (Policía Nacional) hat auf Fuerteventura drei Personen festgenommen, die verdächtigt werden, eine „Straftat gegen die Rechte ausländischer Bürger“ begangen zu haben, konkret die Förderung illegaler Einwanderung unter Gefährdung von Menschenleben. Gegen die Beschuldigten wurde Untersuchungshaft ohne Kaution angeordnet.
Die Ermittlungen begannen am 5. April 2026, nachdem der Seenotrettungsdienst Salvamento Marítimo ein manövrierunfähiges Schlauchboot mit mehreren Migranten an Bord in Gewässern nahe Fuerteventura gerettet hatte.
Überfahrt mit 43 Migranten ohne Sicherheitsmaßnahmen
Bei den anschließenden Ermittlungen wurde festgestellt, dass das Boot am 4. April 2026 mit insgesamt 43 Migranten an Bord von der afrikanischen Küste aus gestartet war. Die Überfahrt erfolgte nachts und führte über den Atlantik in Richtung spanisches Hoheitsgebiet.
Nach Angaben der Polizei organisierten die Festgenommenen die nächtliche Überfahrt ohne jegliche Sicherheitsmaßnahmen. Die Ermittler stellten fest, dass es sich um eine strukturierte Gruppe handelte, in der die drei Beschuldigten arbeitsteilig vorgingen. Einer steuerte das Boot, ein weiterer übernahm die Navigation mithilfe eines GPS-Navitationsgeräts und kontrollierte die Insassen, während der dritte für die Lagerung des Treibstoffs und das Nachfüllen des Motors verantwortlich war.
Lebensgefährliche Bedingungen an Bord
Bei dem verwendeten Boot handelte es sich um ein etwa sieben Meter langes Schlauchboot. Dieses verfügte weder über vorgeschriebene Sicherheitsausrüstung noch über grundlegende technische Ausstattung. Es fehlten Beleuchtungssysteme, Kommunikationsmittel und Rettungswesten. Zudem war das Boot deutlich überladen und überschritt seine zulässige Kapazität.
Die Überfahrt fand daher laut Polizei unter extrem gefährlichen Bedingungen statt, ohne Sicht, ohne ausreichende Versorgung mit Wasser und Lebensmitteln und bei ungünstigen Wetterverhältnissen. Diese Umstände führten bei mehreren Insassen zu Unterkühlung und Dehydrierung.
Während der Fahrt begann das Boot zudem, Wasser aufzunehmen. Die Migranten mussten über einen Zeitraum von mehr als acht Stunden ununterbrochen Wasser schöpfen, um ein Sinken zu verhindern.
Festnahmen in Puerto del Rosario
Die polizeilichen Maßnahmen, die auf Zeugenaussagen und Videoaufnahmen gestützt wurden, führten schließlich am 9. April 2026 zur Festnahme der drei Verdächtigen in Puerto del Rosario.
Die Festgenommenen wurden der zuständigen Justizbehörde vorgeführt, die Untersuchungshaft ohne Kaution anordnete.
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