Fuerteventura: 1,1 Millionen Euro für Barranco del Ciervo in Morro Jable

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Am 16. April 2026 hat das Cabildo de Fuerteventura (Inselregierung) Bauarbeiten zur Verbesserung des Barranco del Ciervo in Morro Jable in der Gemeinde Pájara, ausgeschrieben. Das Auftragsvolumen liegt bei 1,1 Millionen Euro. Ziel der Maßnahme ist es, die Funktion des Barrancos zu verbessern sowie die Voraussetzungen für Reinigung, Wartung und strukturelle Stabilität deutlich zu optimieren.

Unternehmen können ihre Angebote bis zum 4. Mai 2026 einreichen. Die vollständigen Ausschreibungsunterlagen stehen über die staatliche Vergabeplattform zur Verfügung.

Was ist ein Barranco und warum sind Ausbaumaßnahmen wichtig

Ein Barranco ist ein meist trockenes „Flussbett“, das auf Fuerteventura nur nach Regenfällen Wasser führt. Diese natürlichen Rinnen durchziehen die Landschaft und übernehmen eine wichtige Funktion bei der Ableitung von Wasser. Auf einer trockenen Insel wie Fuerteventura können starke Regenfälle innerhalb kurzer Zeit große Wassermengen freisetzen, die dann über die Barrancos abfließen. Sind diese jedoch z.B. durch Sedimente verstopft, steigt das Risiko von Überläufen und Überschwemmungen deutlich an.

Das Barranco del Ciervo (Barranco des Hirsches) ist das für Morro Jable wohl bedeutendste Barranco, zu dessen Seiten der Ort quasi weitergewachsen ist. Schulen, das Centro de Salud, der Busbahnhof und viele Wohnhäuser befinden sich zudem an den Flanken dieses Barrancos. Das macht dessen Pflege und Stabilität für die Bewohner so wichtig, denn wenn es mal richtig regnet, muss das Regenwasser aus den Bergen über das Barranco abfließen können.

Fokus auf Wasserführung, Stabilität und Zugänglichkeit

Die Präsidentin des Cabildo von Fuerteventura, Lola García, verweist in einer Pressemitteilung auf die Bedeutung solcher Maßnahmen für den gesamten Wasserkreislauf auf der Insel. Die Instandhaltung der Barrancos sei entscheidend, um deren ordnungsgemäßen Zustand zu sichern und gleichzeitig die natürliche Umgebung zu schützen. Zudem entspreche das Projekt einer konkreten Forderung der Gemeinde Pájara.

Nach Angaben der Inselverwaltung weist das Barranco del Ciervo derzeit Probleme durch Versandung auf. Gleichzeitig ist der Zugang für Reinigungs- und Wartungsarbeiten erschwert. Mit der nun ausgeschriebenen Maßnahme soll die Kanalisation des Wasserlaufs verbessert werden. Darüber hinaus wird die Stabilität des Barrancos durch verschiedene Stützmauern erhöht, was sich direkt auf die Sicherheit der Anwohner in der Umgebung auswirkt.

Mit der Investition von mehr als einer Million Euro setzt das Cabildo von Fuerteventura seine Strategie zur schrittweisen Verbesserung der Wasserinfrastruktur auf der Insel fort. Gleichzeitig reagiert die Inselverwaltung damit auf konkrete Anforderungen aus den Gemeinden und trägt zur langfristigen Sicherheit der Bevölkerung bei.

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