
Mit der Rückkehr des Reiseveranstalters TUI Nordic gewinnt Fuerteventura ein lang verloren geglaubte Touristengruppe zurück. Laut Fremdenverkehrsamt (Patronato de Turismo) geht damit die Strategie zur Gewinnung von Urlaubern mit hoher Kaufkraft auf. Das Unternehmen nimmt nach sieben Jahren Pause seine Aktivitäten in Richtung Fuerteventura wieder auf und startet seine Winterflugverbindungen von Stockholm aus bereits am 23.10.2026, eine Woche vor dem offiziellen Beginn der Wintersaison 2026/2027.
Die Entscheidung wurde von der Senior Product Managerin von TUI Nordic, Linnea Malmbeg, während ihres Aufenthalts auf Fuerteventura bestätigt und vom Fremdenverkehrsamt am 30.04.2026 bekannt gegeben. Sie besuchte die Insel gemeinsam mit ihrem Team, um das Reiseziel zu prüfen und die kommende Saison vorzubereiten. Im Rahmen des Besuchs fand auch ein Treffen mit der Regierungsrätin im Cabildo für Tourismus, Marlene Figueroa, statt.
Nordische Gäste besonders attraktiv für die Insel
Die Rückkehr von TUI Nordic gilt als strategisch bedeutend, insbesondere wegen des Profils der nordischen Touristen, die zu den wirtschaftlich interessantesten Gästen für Fuerteventura zählen. Im Jahr 2025 lag die durchschnittliche Ausgabe schwedischer Urlauber pro Person bei 1.547 Euro pro Reise bzw. 166 Euro pro Tag bei einer durchschnittlichen Aufenthaltsdauer von 9,3 Nächten. Diese Werte liegen deutlich über denen anderer Herkunftsmärkte.
Hinzu kommt ein Reiseprofil, das gut zum touristischen Modell der Insel passt. Nach Schätzungen von Turespaña auf Basis von Daten des Nationalen Statistikinstituts (Instituto Nacional de Estadística) reisen 92% der schwedischen Touristen aus Freizeitgründen. Dabei legen 77% besonderen Wert auf Strandaufenthalte, 64% besuchen Städte und 52% integrieren Einkäufe in ihren Urlaub.
Hohes Bildungsniveu und unabhängiges Reiseverhalten
Charakteristisch ist zudem ein hohes Bildungsniveau; 81% verfügen über einen Hochschulabschluss. Die Mehrheit gehört zur Mittelschicht, reist überwiegend als Paar (33%) oder mit Familie und Kindern (29). Das Durchschnittsalter liegt bei 48,6 Jahren und damit über dem anderer internationaler Besucher.
Ein weiteres Merkmal ist die große Unabhängigkeit dieser Reisenden. 71,9% buchen keine Pauschalreisen, sondern organisieren ihren Aufenthalt individuell. Bevorzugt werden Hotels mit 65% sowie Ferienwohnungen mit 32%. Dieses Verhalten sorgt für eine breitere Verteilung der Ausgaben auf der Insel.
Wachstumspotenzial durch steigende Besucherzahlen
Mit der Rückkehr von TUI Nordic eröffnet sich für Fuerteventura die Möglichkeit, frühere Besucherzahlen wieder zu erreichen oder sogar zu übertreffen. Im Jahr 2018, dem letzten Jahr der Aktivität des Veranstalters auf der Insel, kamen 44.348 schwedische Touristen nach Fuerteventura. Im Jahr 2025 waren es hingegen nur 15.321, was das deutliche Wachstumspotenzial dieses Marktes zeigt.
Klare Strategie für hochwertigen Tourismus
Regierungsrätin Marlene Figueroa betonte, dass die Rückkehr von TUI Nordic Teil einer klaren Strategie sei, mehr Touristen mit höherer Wertschöpfung anzuziehen. Ziel sei es nicht nur, die Ausgaben zu steigern, sondern auch ein ausgewogeneres und nachhaltigeres Tourismusmodell zu fördern. Zudem hob sie hervor, dass der nordische Markt aufgrund seiner längeren Aufenthalte und seines positiven Einflusses auf das Reiseziel eine Priorität darstellt.
Mit diesem Schritt stärkt Fuerteventura seine Position in Nordeuropa und setzt konsequent auf bessere Flugverbindungen zu qualitativ hochwertigen Märkten. Dies entspricht der Strategie des Patronato Insular de Turismo, die Nachfrage zu diversifizieren und den Gesamtwert der Besucher auf Fuerteventura nachhaltig zu erhöhen.
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