Hitzewarnung für Fuerteventura hochgestuft: Temperaturen örtlich bis 40 Grad möglich

Alerta-Temperaturas

Die Generaldirektion für Notfälle der Kanarischen Regierung (Dirección General de Emergencias) hat auf Grundlage der Vorhersagen des staatlichen Wetterdienstes AEMET sowie weiterer verfügbarer Informationsquellen die bestehende Wettersituation neu bewertet und die Warnstufe im Rahmen des Spezifischen Notfallplans der Kanaren für Risiken durch widrige Wetterereignisse von einer Vorwarnung (situación de prealerta) auf die Warnstufe (situación de alerta) angehoben.

Betroffen ist die gesamte Autonome Gemeinschaft der Kanaren. Anlass für die Maßnahme ist eine sich weiter verstärkende Hitzewelle, die derzeit den Archipel erfasst. Wie die bereits zuvor ausgewerteten meteorologischen Modelle angekündigt hatten, intensiviert sich die aktuelle Wärmeepisode weiter.

Afrikanische Warmluft erreicht die Kanaren

Verantwortlich für die außergewöhnlich hohen Temperaturen ist eine warme und trockene Luftmasse kontinentalafrikanischen Ursprungs. Diese beeinflusst derzeit alle Kanarischen Inseln, besonders stark jedoch die mittleren Höhenlagen und Bergregionen der gebirgigen Inseln sowie die Binnengebiete der östlichen Inseln.

Nach Angaben der Behörden kann die afrikanische Luftmasse zudem von Calima begleitet werden. Allerdings werden derzeit keine besonders hohen Staubkonzentrationen in Bodennähe erwartet.

Die aktuelle Wetterlage soll mindestens bis zum 11. Juli 2026 andauern. Für diesen Tag deuten die aktuellen Prognosen auf einen allmählichen Temperaturrückgang hin.

Auf Fuerteventura örtlich bis zu 40 Grad erwartet

Für Fuerteventura werden besonders hohe Temperaturen prognostiziert. Bereits ab dem 06. Juli 2026 können im Inselinneren der südlichen Inselhälfte sowie in den Tälern und entlang der Höhenzüge an der Ostküste Temperaturen von bis zu 36 Grad erreicht werden. In einigen Bereichen werden Werte von 38 Grad erwartet. Lokal könnten sogar Temperaturen von bis zu 40 Grad gemessen werden.

Ab dem Morgen des 07. Juli 2026 und noch ausgeprägter am 08. Juli 2026 soll sich die Hitze auf große Teile der inneren Ebenen der Insel ausdehnen. Dort werden Höchstwerte von bis zu 38 Grad erwartet.

Besonders betroffen sind damit jene Gebiete Fuerteventuras, die bereits bei früheren Hitzewellen regelmäßig die höchsten Temperaturen der Insel verzeichneten. Dazu zählen verschiedene Binnenregionen im Süden sowie windgeschützte Talbereiche.

Auch andere Kanareninseln betroffen

Die Warnung gilt nicht nur für Fuerteventura. Auf Gran Canaria werden in den westlichen und südlichen Hochlagen sowie in der Caldera de Tejeda bereits am 06. Juli 2026 Temperaturen von über 37 Grad erwartet. Vereinzelt könnten dort ebenfalls 40 Grad erreicht werden. Am 07. und 08. Juli 2026 soll sich die Hitze zusätzlich auf große Teile des Nordens der Insel ausweiten.

Auf Lanzarote und La Graciosa werden am 07. und 08. Juli 2026 in weiten Bereichen des Inselinneren sowie im Osten Temperaturen zwischen 34 und 36 Grad erwartet.

Auch auf Teneriffa, La Gomera, La Palma und El Hierro rechnen die Meteorologen mit außergewöhnlich hohen Temperaturen. In zahlreichen mittleren Höhenlagen und Bergregionen werden Werte zwischen 34 und 38 Grad prognostiziert. Lokal können die Temperaturen noch darüber liegen.

Tropennächte erschweren die Erholung

Zusätzlich zu den hohen Tageswerten warnen die Behörden vor ungewöhnlich hohen Nachttemperaturen. Besonders in den mittleren Höhenlagen und Bergregionen der Süd und Westseiten der gebirgigen Inseln sowie im Inselinneren der südlichen Hälften von Fuerteventura und Lanzarote wird die nächtliche Abkühlung deutlich eingeschränkt sein.

Diese sogenannten Tropennächte erschweren die körperliche Erholung und erhöhen insbesondere für ältere Menschen, Kinder, chronisch Kranke und Personen, die im Freien arbeiten, die gesundheitlichen Risiken erheblich.

Behörden beobachten Entwicklung fortlaufend

Aufgrund der erwarteten Dauer der Hitzeperiode und der aktuellen Entwicklung der Wettermodelle wird die Situation fortlaufend überwacht. Die Generaldirektion für Notfälle weist darauf hin, dass die Warnstufe bei einer weiteren Verschärfung der Wetterlage erneut angepasst werden kann.

Die Bevölkerung wird gebeten, die Empfehlungen der Gesundheits- und Katastrophenschutzbehörden zu beachten, direkte Sonneneinstrahlung während der heißesten Tagesstunden möglichst zu vermeiden, ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen und besonders gefährdete Personen im eigenen Umfeld im Blick zu behalten.

Angesichts der für Teile Fuerteventuras vorhergesagten Höchstwerte von bis zu 40 Grad zählt die aktuelle Wetterlage zu den intensivsten Hitzeereignissen des bisherigen Sommers 2026 auf den Kanarischen Inseln.

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