Mann wird beim Baden auf Fuerteventura von Welle gegen Sandboden geschleudert

Hubschrauber-Halsverletzung-El-Cotillo

Immer wieder ertrinken Menschen beim Baden auf Fuerteventura. Doch laut Mitarbeitern der Rettungsdienste ist eine ganz andere Art von Verletzungen wesentlich häufiger, nämlich Brüche, Verstauchungen, Dehnungen und Risse von Knochen, Sehen und Bändern der Arme und Beine. Auch das klassische Schleudertrauma kommt recht häufig vor. Diese Verletzungen entstehen meist durch die Wucht der Wellen, die die Badenden von den Füssen reißen und über den Meeresboden rollen.

Über diese Art von Unfällen wird jedoch oft gar nicht berichtet wird, wenn nicht gerade ein Hubschrauber zum Einsatz kommt.

So erging es einem Badegast, der am 23. August 2026 an der Playa de la Escalera bei El Cotillo im Norden von Fuerteventura verletzt wurde. Er musste mit einem Rettungshubschrauber ausgeflogen werden. An dem Einsatz waren unter anderem die Feuerwehr von La Oliva und die Gemeindepolizei von La Oliva beteiligt. Koordiniert wurde die Rettungsaktion von der kanarischen Notrufzentrale CECOES 1-1-2.

Welle schleudert Mann gegen den Sand

Nach ersten Informationen, die am Einsatzort zusammengetragen wurden, hielt sich der Mann am Nachmittag des 23. August 2026 an der Playa de la Escalera auf, als er von einer Welle erfasst und gegen den Sand geschleudert wurde. Danach litt er unter starken Schmerzen im Bereich der Halswirbelsäule.

Mehrere Personen, die sich zu diesem Zeitpunkt am Strand befanden, eilten dem Verletzten umgehend zu Hilfe. Es gelang ihnen, den Mann aus dem unmittelbaren Uferbereich zu bringen. Unter den Anwesenden befand sich auch ein Arzt. Dieser nahm eine erste medizinische Untersuchung des Verletzten vor und stabilisierte ihn, bis die alarmierten Rettungskräfte eintrafen.

Schwieriger Zugang erschwert Rettung

Aufgrund der Art der Verletzung und der schwierigen Zugänglichkeit dieses Küstenabschnitts kam neben der Feuerwehr und der Gemeindepolizevon La Oliva auch ein Rettungshubschrauber zum Einsatz.

Die Playa de la Escalera liegt an der Westküste von Fuerteventura südlich von El Cotillo. Der Strand ist nicht über eine ausgebaute Zufahrtsstraße unmittelbar erreichbar. Der Zugang erfolgt über eine Piste und anschließend über einen Abstieg an der Steilküste. Diese Lage kann die Rettung und den Abtransport von Verletzten auf dem Landweg erheblich erschweren.

Aufgrund dieser Umstände entschieden die Einsatzkräfte, den verletzten Mann auf dem Luftweg zu evakuieren.

Weitertransport ins Krankenhaus von Fuerteventura

Der Rettungshubschrauber brachte den Verletzten von der Playa de la Escalera zum Flughafen von Fuerteventura. Dort wurde er von einem Notarztwagen des kanarischen Gesundheitsdienstes Servicio Canario de la Salud übernommen.

Anschließend wurde der Mann zur weiteren Untersuchung und medizinischen Versorgung in das Allgemeine Krankenhaus von Fuerteventura (Hospital General de Fuerteventura) gebracht. Nähere Angaben zum Gesundheitszustand des Verletzten oder zur Schwere seiner Verletzungen wurden zunächst nicht mitgeteilt.

Die Rettungsdienste von La Oliva würdigten ausdrücklich auch das schnelle Eingreifen der Personen, die sich zum Zeitpunkt des Unfalls am Strand befanden. Durch ihre unmittelbare Hilfe sei der Verletzte bereits versorgt worden, bevor die professionellen Rettungskräfte den schwer zugänglichen Strand erreichen konnten.

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