Eine Wanderin ist am 15. September 2026 auf dem Pico de la Zarza im Gemeindegebiet von Pájara auf Fuerteventura gestorben. Nach Angaben der kanarischen Notrufzentrale hatte die 50 Jahre alte Frau gesundheitliche Probleme infolge der Hitze. Trotz umfangreicher Wiederbelebungsmaßnahmen konnten die Rettungskräfte ihr Leben nicht retten.
Notruf um 15.27 Uhr
Das Koordinierungszentrum für Notfälle und Sicherheit der kanarischen Regierung (Centro Coordinador de Emergencias y Seguridad, CECOES 112) erhielt am 15. September 2026 um 15.27 Uhr einen Notruf. Gemeldet wurde eine Frau, die am Pico de la Zarza aufgrund der Hitze gesundheitliche Probleme hatte.
Nach der Einstufung des Notrufs alarmierte die Leitstelle die zuständigen Rettungsdienste. Zum Einsatz kamen die Feuerwehr von Pájara, der kanarische Rettungsdienst (Servicio de Urgencias Canario, SUC), die Guardia Civil und die Gemeindepolizei.
Die Einsatzkräfte der Feuerwehr von Pájara ermöglichten den medizinischen Rettungskräften den Zugang zu der betroffenen Wanderin.
Rettungshubschrauber und zwei Krankenwagen alarmiert
Der medizinische Koordinator des kanarischen Rettungsdienstes sprach zunächst mit den Personen, die den Notruf abgesetzt hatten. Auf Grundlage der dabei erhaltenen Informationen entschied er, einen medizinisch ausgestatteten Rettungshubschrauber, einen Rettungswagen mit medizinischer Besatzung sowie einen weiteren Krankenwagen für die grundlegende lebensrettende Versorgung zum Einsatzort zu schicken.
Als die Besatzungen der Krankenwagen die Wanderin erreichten, stellten sie fest, dass die 50-Jährige sich bereits in einem Herz Kreislauf Stillstand befand.
Die Rettungskräfte leiteten daraufhin erweiterte Maßnahmen zur Herz Lungen Wiederbelebung ein. Die Reanimationsversuche blieben jedoch erfolglos. Das medizinische Personal konnte schließlich nur noch den Tod der Frau feststellen.
Der bereits auf dem Weg zum Einsatzort befindliche Rettungshubschrauber wurde daraufhin wieder abbestellt.
Guardia Civil leitet Ermittlungen ein
Die Guardia Civil wurde ebenfalls von der Notrufzentrale alarmiert. Ihre Beamten nahmen die entsprechenden Ermittlungen und Formalitäten zum Todesfall auf. Einsatzkräfte der Gemeindepolizei unterstützten den Rettungs- und Sicherheitseinsatz.
Orange Hitzewarnung und gelbe Calima-Warnung
Der Todesfall ereignete sich während einer außergewöhnlich starken Hitzeperiode auf den Kanaren. Für den 15. September 2026 galt auf Fuerteventura eine Wetterwarnung der staatlichen Wetteragentur AEMET wegen hoher Temperaturen. Die Warnstufe war auf Orange angehoben worden. Für Teile der Kanarischen Inseln wurden Temperaturen von bis zu 38 Grad und örtlich darüber erwartet. Zusätzlich galt wegen der Calima eine gelbe Wetterwarnung. Der in der Luft schwebende Saharastaub führte zu einer deutlichen Trübung der Atmosphäre und eingeschränkten Sichtverhältnissen.
Der Pico de la Zarza ist mit mehr als 800 Metern die höchste Erhebung Fuerteventuras. Der Aufstieg führt über weite Strecken durch offenes Gelände, in dem es praktisch keinen natürlichen Schatten gibt. Bei hohen Temperaturen und intensiver Sonneneinstrahlung kann eine Wanderung dort deshalb eine erhebliche körperliche Belastung darstellen.
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