Die Beteiligung am unbefristeten Ärzte-Streik im kanarischen Gesundheitswesen, der am 16. Oktober 2026 begonnen hat, war auf Fuerteventura äußerst gering. Nach Angaben der kanarischen Gesundheitsbehörde (Consejería de Sanidad) beteiligten sich lediglich drei der 266 vom Streikaufruf betroffenen Ärzte auf der Insel. Das entspricht einer Streikquote von nur 1,13 Prozent.
Auch auf den übrigen Kanarischen Inseln blieb die Beteiligung insgesamt überschaubar. Im gesamten öffentlichen Gesundheitsdienst der Kanaren (Servicio Canario de la Salud, SCS) beteiligten sich 354 Ärzte am Arbeitskampf. Von den insgesamt 7.595 zum Streik aufgerufenen Beschäftigten waren nach Angaben der Gesundheitsbehörde 3.854 tatsächlich vom Streik betroffen. Daraus ergibt sich eine Beteiligung von 9,19 Prozent.
Deutliche Unterschiede zwischen den Inseln
Am höchsten war die Streikbeteiligung auf Gran Canaria. Dort legten 262 von 1.423 betroffenen Ärzten ihre Arbeit nieder, was einer Quote von 18,41 Prozent entspricht.
Auf Teneriffa beteiligten sich dagegen lediglich 80 von 1.781 betroffenen Ärzten, was 4,49 Prozent entspricht. Auf Lanzarote streikten sechs von 212 Medizinern, entsprechend 2,83 Prozent.
Noch geringer war die Beteiligung auf Fuerteventura mit 1,13 Prozent und La Palma mit 1,32 Prozent. Auf La Gomera beteiligte sich einer von 20 betroffenen Ärzten, was einer Quote von fünf Prozent entspricht. Auf El Hierro nahm kein Arzt am Streik teil.
Nach Angaben der kanarischen Gesundheitsbehörde verlief der Streik ohne nennenswerte Zwischenfälle. Für die Sicherstellung der medizinischen Versorgung waren am Vormittag 1.487 Beschäftigte zum Mindestdienst eingeteilt.
Warum streiken die Ärzte?
Zu dem unbefristeten Streik, der am 16. Oktober 2026 begann, haben die Ärztegewerkschaften Sindicato Médico Canario (CESM Canarias) und Sindicato de Empleados Médicos de Canarias (SEMCA) aufgerufen.
Hintergrund sind gescheiterte Verhandlungen mit der kanarischen Gesundheitsbehörde über ein Paket von 18 Forderungen. Die Gewerkschaften verlangen unter anderem eine bessere Bezahlung, insbesondere von Bereitschaftsdiensten, verbindliche Ruhezeiten nach Diensten sowie Verbesserungen bei den Arbeitszeiten und beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten.
Außerdem fordern sie eine eigenständige Interessenvertretung für Ärzte, damit diese ihre besonderen Arbeitsbedingungen selbst mit den Gesundheitsbehörden aushandeln können. Die Gewerkschaften kritisieren, dass die bisherigen Angebote der kanarischen Regierung nicht ausreichen und verbindliche Zusagen zur Umsetzung fehlen.
Der Streik ist auf unbestimmte Zeit angekündigt. Die Gewerkschaften haben allerdings signalisiert, dass sie bei einer tragfähigen Einigung zu einer Aussetzung bereit wären
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