Bombendrohung gegen Passagierflugzeug löst Großeinsatz auf Gran Canaria aus

Vueling

Eine Bombendrohung gegen ein Passagierflugzeug hat am 26.10.2026 einen Großeinsatz der Sicherheitskräfte am Flughafen von Gran Canaria ausgelöst. Betroffen war ein Flug der spanischen Fluggesellschaft Vueling von Barcelona nach Gran Canaria. Die Maschine konnte sicher landen, musste anschließend jedoch in einen abgelegenen Bereich des Flughafens gebracht werden, wo Spezialkräfte das Flugzeug auf mögliche Sprengsätze untersuchten.

Der Vueling-Flug VY3008 war um 17.25 Uhr in Barcelona gestartet und landete gegen 19.50 Uhr auf Gran Canaria. Aufgrund der Bombendrohung wurde das Flugzeug nach der Landung nicht wie üblich zu einem Abfertigungsplatz geleitet, sondern in einen Sicherheitsbereich in der Nähe der Playa de Ojos de Garza in der Gemeinde Telde gebracht.

Sprengstoffexperten durchsuchen Flugzeug

Die Sicherheitskräfte hatten bereits vor der Landung umfangreiche Vorkehrungen getroffen. Neben der Guardia Civil und der Policía Nacional waren auch Spezialisten für die Entschärfung von Sprengstoffen im Einsatz. Zwei Sprengstoffräumkommandos wurden zum Flughafen beordert.

Die Passagiere und Besatzungsmitglieder mussten die Maschine verlassen und wurden während der Sicherheitsüberprüfung in einem gesonderten Bereich untergebracht. Anschließend durchsuchten die Einsatzkräfte das Flugzeug und kontrollierten das Gepäck auf mögliche Sprengsätze.

Bei den Untersuchungen wurden keine Sprengstoffe gefunden. Gegen 22.00 Uhr konnten die Reisenden ihr Gepäck entgegennehmen und den Flughafen verlassen. Die Bombendrohung hatte sich als Fehlalarm herausgestellt.

Auswirkungen auf den Flugverkehr

Der Sicherheitsalarm führte auch zu Verzögerungen im übrigen Flugverkehr. Unter anderem musste eine bereits startbereite Maschine der kanarischen Fluggesellschaft Binter mit Ziel Lanzarote rund 20 Minuten warten. Auch einige ankommende Flugzeuge mussten vorübergehend in der Luft bleiben, bevor sie ihre Landefreigabe erhielten.

Nach Angaben des spanischen Flughafenbetreibers AENA konnte der Flughafen Gran Canaria seinen Betrieb trotz des Sicherheitsalarms insgesamt weitgehend normal fortsetzen.

Die Sicherheitskräfte haben Ermittlungen aufgenommen, um die Herkunft der Bombendrohung und die dafür verantwortliche Person zu ermitteln. Wer vorsätzlich eine falsche Bombendrohung auslöst, muss in Spanien mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen.

Auch wenn sich der Verdacht in diesem Fall nicht bestätigte, müssen derartige Drohungen grundsätzlich ernst genommen werden. Für Flughäfen und Fluggesellschaften gelten festgelegte Sicherheitsverfahren, die bei einem möglichen Sprengstoffalarm unter anderem die Evakuierung und gründliche Kontrolle des betroffenen Flugzeugs vorsehen. Ziel ist es, eine Gefährdung von Passagieren, Besatzung und Flughafenpersonal auszuschließen.

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