Unruhige Nacht auf den westlichen Kanareninseln: Flughafen von El Hierro wegen starker Winde geschlossen

Wie wir bereits berichteten, war gestern der Unwetteralarm auf den westlichen Inseln weiterhin aktiviert. Für die Gipfel der Inseln Teneriffa, La Palma und für die komplette Insel El Hierro wurde gestern die Alarmstufe auf „orange” angehoben. Alarmstufe orange steht dabei für erhöhtes Risiko und ist die zweithöchste Warnstufe der Meteorologen.

Im vorliegenden Fall handelt es sich um extreme starke Winde. Böen bis 180km/h haben die Schließung des Flughafens von El Hierro zur Folge gehabt. Auf El Hierro durften Lastkraftwagen nicht fahren.

In Cañadas de Teide, Teneriffa, mussten gegen 21.00h vier Wanderer geretten werden. Diese hatten wegen der extremen Winde um Hilfe beim Verlassen der Zone gebeten.

Auf La Palma musste wegen sich ansammelndem Schlamm die Straße LP-2 gesperrt werden. In der Folge mussten 15 Autos gerettet werden, die durch die Verschlammung der Straße isoliert waren und aus eigener Kraft nicht weiterkamen. Seit 3.30h ist die Straße aber wieder geöffnet.

Auf allen drei Inseln (La Palma, El Hierro, und Teneriffa) kam es zu Stromausfällen und die Notfallnummer 112 registrierte hunderte von Anrufen wegen verschiedener, vor allem durch die heftigen Böen hervorgerufenen Vorfälle.

Zwischenzeitlich hat sich die Lage aber wieder normalisiert und derzeit gibt es keinerlei Warnungen mehr für die gesamten Kanaren.

Damit dürfte auch die beginnende Diskussion darüber, ob auf den Kanaren zu früh die Warnstufen für Wetterphänomene ausgerufen werden, bereits im Keim erstickt werden. Viele Stimmen sind in den letzten Tagen laut geworden, die sich darüber beschwerten, dass bereits der gelbe Alarm (erhöhtes Risiko) ausgerufen werde, wenn auch „nur vier Tropfen Regen fallen”.

Diese Kritiker dürften nun eines Besseren belehrt sein.

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