Angestellte der Gemeinde La Oliva fürchten um ihre Arbeitsplätze

Die dramatische Ebbe in der der Gemeindekasse von La Oliva im Norden Fuerteventuras zwingt die Gemeindeverwaltung zu einem drastischen Sparkurs, um die Gemeindefinanzen zu sanieren. La Oliva hatte zuletzt Einnahmeverluste von rund 50% hinnehmen müssen und ist mit Zahlungen an die Mitarbeiter und Lieferanten im Rückstand.

Der Sanierungsplan, der den Abbau von etwa 80 Stellen vorsieht, stößt bei den Angestellten auf Widerstand. Allerdings sei man seitens der Belegschaft durchaus bereit, ein sogenanntes ERE (expediente de regulación de empleo) zu akzeptieren, um Arbeitsplätze zu erhalten, wenn die Regierenden ebenfalls Einschnitte hinnehmen würden. Damit zielten die Belegschaftsvertreter vor allem auf freigestellte Gemeinderäte und Vertrauensposten (cargos de confianza) ab.

Ein ERE ist ein arbeits- und verwaltungsrechtliches Verfahren, das es einen Arbeitgeber erlaubt, in einer Krisensituation kollektive Änderungen an Arbeitsverhältnissen durchzuführen, also auch Mitarbeiter zu kündigen, Arbeitszeiten zu verkürzen oder Stellen zu rotieren. Ein ERE erfordert in er Regel eine Genehmigung durch die für den Arbeitsmarkt zuständige Behörde einer Autonomen Region.

Die Rotation von Stellen ist im Fall von La Oliva wohl die bevorzugte Variante der Belegschaft, wenn dadurch auf Kündigungen verzichtet werden kann. Im Prinzip teilen sich bei der Rotation zwei Arbeitnehmer eine Stelle bei entsprechendem Lohnverzicht.

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