53-jähriger treibt mit Luftmatratze im Süden von Fuerteventura ab und stirbt

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Ein 53-Jähriger ist am 2. August 2026 gestorben, nachdem er an der Playa de Butihondo in der Gemeinde Pájara im Süden von Fuerteventura mit einem Herz-Kreislauf-Stillstand aus dem Meer gerettet worden war. Dies teilte die Koordinierungsstelle für Notfälle und Sicherheit der kanarischen Regierung (CECOES 1-1-2) mit.

Mann gerät auf Luftmatratze in Schwierigkeiten

Gegen 17.28 Uhr ging bei der Notrufzentrale 1-1-2 eine Meldung ein, wonach eine Person auf einer Luftmatratze im Meer Schwierigkeiten habe. Ein privates Boot nahm den Betroffenen aus dem Wasser auf und brachte ihn an den Strand.

An Land stellte ein Rettungsschwimmer des Strandrettungsdienstes fest, dass sich der Mann in einem Herz-Kreislauf-Stillstand befand. Der Rettungsschwimmer begann daraufhin sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen.

Nach dem Eintreffen der Mitarbeiter des Kanarischen Rettungsdienstes SUC setzten diese die Reanimationsversuche mit einfachen und erweiterten Maßnahmen fort. Trotz der Bemühungen konnte der 53-Jährige nicht wiederbelebt werden. Das medizinische Personal schließlich nur noch seinen Tod bestätigen.

ie Guardia Civil übernahm die Bewachung des Leichnams bis zum Eintreffen der Justizbehörden und leitete die entsprechenden Ermittlungen ein. Die Gemeindepolizei unterstützte die übrigen Rettungsdienste bei dem Einsatz.

Luftmatratzen können schnell aufs offene Meer treiben

Der Todesfall hat erneut auf die Gefahren aufmerksam gemacht, die von Luftmatratzen und anderen aufblasbaren Badeartikeln bei Wind und Wellengang ausgehen können. Sebastián Quintana, Präsident der Initiative „Kanaren, 1.500 Kilometer Küste“ (Canarias, 1500 Km de Costa) und Experte für Sicherheit im Wasser, warnt davor, eine abtreibende Luftmatratze zu verlassen und zu versuchen, schwimmend an Land zurückzukehren.

Nach Angaben des Experten wird als mögliche Erklärung für den Vorfall geprüft, ob der Mann angesichts der zunehmenden Entfernung zur Küste in Angst geraten sein und die Luftmatratze verlassen haben könnte, um zurück zum Strand zu schwimmen. Quintana betont, dass ein solches Verhalten praktisch niemals zu empfehlen sei. Zum genauen Ablauf des Unglücks machten die Behörden jedoch zunächst keine abschließenden Angaben.

Bereits etwas Wind und leichter Wellengang können nach seiner Erklärung ausreichen, um eine Luftmatratze, einen Schwimmreifen oder ein aufblasbares Gummitier schnell aufs offene Meer hinauszutreiben. Besonders groß sei das Risiko für Kinder, da sie weniger wiegen und deshalb noch schneller vom Wind und von der Strömung mitgenommen werden können.

Panik kann tödliche Folgen haben

Besonders gefährlich wird die Situation, wenn eine Person in ihrer Notlage feststellt, dass sie trotz großer Anstrengung nicht näher an die Küste gelangt. Wer gegen Wind, Wellen oder eine Strömung anschwimmt, erschöpft sich schnell. Gleichzeitig kann die weiter zunehmende Entfernung zum Strand Panik auslösen.

In dieser Situation die Luftmatratze zu verlassen und den Rückweg schwimmend anzutreten, könne zu einem tödlichen Fehler werden, warnt Quintana. Die körperliche Erschöpfung und der Verlust des Auftriebs erhöhten das Risiko, unterzugehen.

Auf Luftmatratze bleiben und auf sich aufmerksam machen

Auch wenn es zunächst widersprüchlich erscheinen mag, ist es nach Angaben des Experten in der Regel sicherer, auf der Luftmatratze oder dem anderen Auftriebskörper zu bleiben. Dieser hält den Betroffenen über Wasser und erhöht dadurch die Überlebenschancen erheblich. Sobald sie einmal aktiviert ist, funktioniert die Seerettung auf Fuerteventura relativ gut. Eine Person auf einer Luftmatratze ist z.B. von einem Rettungsboot oder Rettungshubschrauber wesentlich besser zu sehen, als der Kopf einer schwimmenden Person.

Wer aufs offene Meer getrieben wird, sollte Ruhe bewahren, sich am Auftriebskörper festhalten und versuchen, durch Rufen oder Winken auf sich aufmerksam zu machen. Luftmatratzen und aufblasbare Schwimmartikel sollten grundsätzlich nicht bei ablandigem Wind oder Wellengang benutzt werden. Kinder müssen bei der Nutzung solcher Badeartikel besonders aufmerksam und ohne Unterbrechung beaufsichtigt werden.

Nicht umsonst gelten Krokodil, Einhorn und Flamingo als die gefährlichsten Tiere auf Fuerteventura, wie dieser Beitrag eindringlich warnt.

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