20 Monate altes Kleinkind stirbt nach Hitzschlag auf Fuerteventura

Rose-Kleinkind

Ein 20 Monate altes Kind ist am 1. August 2026 an den Folgen eines Hitzschlags gestorben.

Das Kind wurde in ernstem Zustand in das Inselkrankenhaus auf Fuerteventura eingeliefert. Aufgrund der Schwere seines Zustands erfolgte anschließend die Verlegung in die Universitätskinderklinik auf Gran Canaria. Trotz aller medizinischen Bemühungen konnte das Leben des Kleinkindes nicht gerettet werden.

Weitere Angaben zu den Umständen, unter denen das Kind den Hitzschlag erlitt, wurden bislang nicht veröffentlicht. Insbesondere ist nicht bekannt, wo sich das Kind zu diesem Zeitpunkt aufhielt und wie lange es der Hitze ausgesetzt war. Spekulationen über den genauen Ablauf verbieten sich daher.

Symptome eines Hitzschlags

Ein Hitzschlag entsteht, wenn der Körper nicht mehr in der Lage ist, seine Temperatur ausreichend zu regulieren. Die Körpertemperatur kann dabei auf mehr als 40 Grad ansteigen. Durch die Überhitzung können das Gehirn, das Herz, die Nieren und andere Organe geschädigt werden. Mögliche Anzeichen sind eine sehr hohe Körpertemperatur, heiße Haut, Schwäche, Erbrechen, ungewöhnliche Müdigkeit, Verwirrtheit, Krampfanfälle oder Bewusstlosigkeit. Ein Hitzschlag ist ein akuter medizinischer Notfall, bei dem sofort der Notruf 112 verständigt werden muss.

Kleinkinder sind besonders gefährdet

Kleinkinder sind bei hohen Temperaturen besonders gefährdet. Ihre körpereigene Temperaturregulierung ist noch nicht vollständig entwickelt. Außerdem besitzen sie im Verhältnis zu ihrem Körpergewicht eine größere Körperoberfläche als Erwachsene und können sich dadurch schneller aufheizen. Gleichzeitig verfügen sie über geringere Flüssigkeitsreserven und sind bei der Aufnahme von Getränken sowie beim Aufsuchen eines kühlen Ortes vollständig auf Erwachsene angewiesen. Dehydrierung und Überhitzung können sich deshalb innerhalb kurzer Zeit zu einem lebensbedrohlichen Zustand entwickeln. Die Spanische Gesellschaft für Kinderheilkunde warnt ausdrücklich vor ungeschützter Hitzeeinwirkung und unzureichender Flüssigkeitszufuhr bei Kindern.

Unglück ereignet sich während einer Hitzewarnung auf Fuerteventura

Zum Zeitpunkt des Hitzschlags galt auf Fuerteventura eine Hitzewarnung. Die staatliche Wetteragentur Aemet hatte für den 1. August 2026 zwischen 11.00 und 19.59 Uhr eine gelbe Warnstufe wegen Höchsttemperaturen von bis zu 34 Grad aktiviert. Bereits seit dem 30. Juli 2026 befanden sich außerdem alle Kanarischen Inseln nach einer Entscheidung der kanarischen Regierung in Alarmbereitschaft wegen hoher Temperaturen.

Auch die Hitzewarnung der spanische Wetteragentur AEMET für Fuerteventura bleibt am 3. August 2026 und am 4. August 2026 jeweils zwischen 11.00 und 20.00 Uhr aktiv. Erwartet werden Höchstwerte um 34 bis 35 Grad, örtlich können im Inselinneren und an den südöstlichen Küsten bis zu 37 Grad erreicht werden.

Die Redaktion der Fuerteventura Zeitung spricht den Eltern und Angehörigen des verstorbenen Kindes ihr tief empfundenes Mitgefühl aus.

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