Wirtschaftskrise vernichtet 75.000 Arbeitsplätze im kanarischen Bausektor

Die Wirtschaftskrise hat auf den Kanarischen Inseln zum Verlust von ca. 75.000 Arbeitsplätzen und zur Schließung von ca. 5.400 Firmen in der Baubranche geführt. Damit sind mehr als 50% der Jobs im Bausektor verloren gegangen.

In 2010 ist die kanarische Baubranche durch 17.000 Firmen repräsentiert, die 69.400 Personen beschäftigen.

Nach Auffassung des Vizepräsidenten der Handelkammer von Santa Cruz de Tenerife ist die Reaktivierung des Bausektors auf den Kanarischen Inseln eine vorrangige Aufgabe, da diese Branche ein wichtiger Motor für die generelle wirtschaftliche Entwicklung sei und sich auch auf andere Branchen auswirke.

Für manche Bauunternehmen könnte eine Ausrichtung auf internationale Märkte einen Weg aus der Krise bedeuten, weshalb die Handelskammern und der Verband der Bauunternehmen ein Programm zur Förderung geographischen Diversifikation und Internationalisierung aufgelegt haben.

So gibt es mittlerweile rund 200 kanarische Firmen aus dem Bausektor, die in West- und Nordafrika aktiv sind, darunter Ingenieurbüros, Baumaterialfabriken und Baufirmen.

Zurzeit werden pro Jahr in ca. 1.000 Ausschreibungen Bauaufträge im Gesamtvolumen von rund 60 Mrd. Euro international ausgeschrieben. Das Förderprogramm soll kanarische Unternehmen darin fit machen, sich an solchen Ausschreibungen zu beteiligen.

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