Lanzarote: Leitungsverluste bei Trinkwasser erreichen 45%

Der marode Zustand der Wasserleitungen auf Lanzarote hat dazu geführt, dass in 2010 rund 45% des entsalzten Meerwassers nicht bei den Verbrauchern ankam. Rund 10,35 Mio. Kubikmeter Trinkwasser sind durch Löcher in den Leitungen im Boden versickert und nur 12,67 Mio. der rund 23 Mio. produzierten Kubikmeter wurden im eigentlichen Sinne verbraucht.

In 2009 lag der Verbrauch noch bei rund 14 Mio. Kubikmetern. Ein ähnlich niedriges Verbrauchsniveau wie in 2010 wurde zuletzt in 2002 registriert, allerdings lagen die Wasserverluste mit rund 5 Mio. Kubikmetern damals nur bei etwa der Hälfte.

Die Zahlen zeigen, wie dringlich die Sanierung des Leitungssystems auf Lanzarote ist, um die Wasserverluste zu minimieren. Neben dem wirtschaftlichen Schaden stellen die Wasserverluste auch eine erhebliche Umweltbelastung dar, da die Energie zur Meerwasserentsalzung in erster Linie aus fossilen Brennstoffen erzeugt wird. Die Kosten für die Produktion eines Kubikmeters Wasser betragen ca. 2 Euro.

Das Trinkwasser wurde auf Lanzarote über 65.229 Zähler verteilt. Jeweils rund 5 Mio. Kubikmeter wurden von privaten Haushalten und touristischen Betrieben verbraucht. Jeweils 500.000 Kubikmeter wurden in der Landwirtschaft und von öffentlichen Institutionen wie Cabildo und Gemeinden verbraucht.

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