Tumult im Sitzungssaal der Inselverwaltung

Eine Gruppe von Feuerwehrleuten und Rettungsschwimmern aus Pájara haben am 29.04.2011 eine Plenarsitzung des Cabildo (Inselverwaltung) gestört, um gegen ihre prekäre Lage zu protestieren. Die Feuerwehrleute sollen seit 10 Monaten keinen Lohn erhalten haben.

Rund ein Dutzend Feuerwehrleute drangen in den Sitzungssaal ein und beschimpften Blas Acosta, der Mitglied der Regierung im Cabildo und gleichzeitig Gemeinderat der PSOE in Pájara für öffentliche Bauten, Planung und Entwicklung und Tourismus ist.

Sie bewarfen Acosta mit Papier, das Geldscheine darstellen sollte. Einer der Männer trug eine Maske und eine Säge aus Pappe mit dem Emblem der PSOE, mit der er einem Kollegen, der am Boden lag, symbolisch den Kopf abtrennte. Die anderen Feuerwehrleute skandierten „muerte, muerte“ („Tod“).

Nach ein paar Minuten wurde der Tumult von den Sicherheitskräften des Cabildo aufgelöst. Der Einsatz der alarmierten Nationalpolizei war nicht mehr nötig, da die Protestierenden den Saal inzwischen friedlich verlassen hatten.

Der Präsident der Inselverwaltung, Mario Cabrera, unterbrach die Sitzung anschließend für 5 Minuten, um den Saal säubern zu lassen. Man wolle prüfen, ob man gegen die Störer Anzeige erstatten werde.

Acosta bedauerte in einem kurzen Interview im Anschluss an die Sitzung die Situation der Feuerwehrleute, machte aber deutlich, dass die Einforderung ihrer Rechte nicht mit seinen Persönlichkeitsrechten kollidieren könne. Einige der Repräsentanten dieser Arbeitnehmer seien „bereits angezeigt und teilweise wegen Beleidigung und Verleumdung verurteilt worden“ erklärte Acosta weiter.

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