Droht auf El Hierro ein Vulkanausbruch?

Geologen verzeichnen auf der Kanareninsel El Hierro seit etwa drei Monaten eine gesteigerte seismische Aktivität, die Vorboten eines Vulkanausbruches sein könnten. Ursache für die vielen kleinen Erdbeben könnte eine Magmablase in rund 12km Tiefe unter der Insel sein, in der geschmolzenes Gestein zu glühen beginnt.

Durch die Bewegung der Magma entsteht ein Druck auf die sie umgebenen Gesteinsmassen. Beim Brechen der Hülle kommt es zu den Erdbeben geringer Stärke. Allerdings könnten die Beben auch die Folge lokaler tektonischer Bewegungen in der Zone sein. „Die Zahl der Beben ist bedeutend, obgleich von geringer Intensität, was in einem vulkanisch aktiven Gebiet wie dem Kanarischen Archipel ein normaler Prozess ist“, erklärte der Vulkanologe Joan Martí. In diesem Sinn sei es auch nicht außergewöhnlich, wenn die Ansammlung von Magma sich fortsetze und in einer Eruption mündete, weshalb man diese Möglichkeit nicht ausschließen könne.

Der Experte hält die Wahrscheinlichkeit einer Eruption zwar für gering, aber man müsse diese Möglichkeit berücksichtigen. In der Vergangenheit ist es auf den Kanaren im Schnitt alle 25 bis 30 Jahre zu Vulkanausbrüchen gekommen.

Am 19. Juli wurden die ersten Erschütterungen auf El Hierro gemessen, die eine Stärke von 3 auf der Richterskala erreichten. In den vergangen drei Monten ist die Zahl der Beben dann zyklisch angeschwollen und zurückgegangen.

Auch wenn zurzeit keine „reale Gefahr“ bestehen soll, sind die Behörden wachsam und beobachten die Indikatoren wie die Intensität der Beben und den Ausstoß von CO2.

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