Kein Benzin für Polizei in Telde

Angesichts einer offenen Forderung von rund 64.000€ hat sich der Inhaber einer Tankstelle im Gemeindegebiet von Telde auf Gran Canaria gezwungen gesehen, seinen Mitarbeitern Anweisung zu geben, die Fahrzeuge der Gemeindeverwaltung nicht mehr auf Kredit zu betanken. Davon betroffen sind unter anderem die Fahrzeuge der Gemeindepolizei.

Presseberichten zufolge soll sich der offene Betrag in den letzten 5 Monaten angesammelt haben. Obwohl der Inhaber der Tankstelle die Gemeinde bereits vor über einem Monat schriftlich aufgefordert hatte, die offenen Rechnungen zu begleichen, konnten einige Polizisten zuletzt ihre Fahrzeuge nicht mehr auftanken.

Die Bürgermeisterin von Telde bestätigte den Lieferstopp und führte fort, dass ihr Team bereits mit anderen Firmen Kontakt aufgenommen habe, schließlich „gebe es in Telde ja noch andere Tankstellen“.

Diese Äußerung muss ein Schlag ins Gesicht des geschädigten Tankstellenbetreibers gewesen sein. Angesichts der negativen Presse ist es kaum vorstellbar, dass sich andere Tankstellen auf das Risiko einlassen, die Gemeinde auf Kredit zu beliefern und dann womöglich auf ihren offenen Forderungen sitzenzubleiben.

Die Bürgermeisterin sollte jedoch aufpassen, dass sie sich nicht auf allzu dünnes Eis wagt: auch in Spanien ist der Straftatbestand des Betruges erfüllt, wenn man einen Vertrag eingeht, obwohl man genau weiß, dass man ihn nicht erfüllen kann.

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