„Totale und absolute Ablehnung“ von neuen Freileitungen in Antigua

Das Plenum des Gemeinderats von Antigua hat einen Beschluss gefasst, mit dem es die geplanten Freileitungen zwischen Puerto del Rosario und Gran Tarajal ablehnt. Das Projekt des spanischen Netzbetreibers „Red Eléctrica“ sieht eine 132.000V-Hochspannungsleitung zwischen der Hauptstadt und Gran Tarajal vor. Die Leitung besteht aus drei Abschnitten, von den denen zwei unterirdisch und einer überirdisch als Freileitung vorgesehen sind. Die Freileitung soll laut Projekt eine Länge von 44km aufweisen und sich auf insgesamt 135 Stahlfachwerktürmen mit einer Höhe von 50m stützen.

Im Gemeindegebiet von Antigua betrifft diese Freileitung rund 200 Grundstücke, die allesamt im sogenannten „zonas rústicas“, also in ländlichen Gebieten, liegen, die teilweise speziell geschützt sind. Die betroffenen Grundstücke müssten enteignet werden, was mit immensen Kosten verbunden wäre. Außerdem, so die Sicht der Gemeindeverwaltung von Antigua, sei die Verlegung von Freileitungen in den betroffenen Gebieten nicht mit dem Flächennutzungsplan (PIOF) von Fuerteventura vereinbar, der ausdrücklich die Verlegung von Erdkabeln vorschreibe. Außerdem verschandele eine neue Freileitung die Landschaft, könne sich negativ auf die Gesundheit der Menschen auswirken und das touristische Image beeinträchtigen.

Als Konsequenz fordert die Gemeinde die unterirdische Verlegung der neuen Hochspannungsleitungen und weist darauf hin, dass durch eine Dezentralisierung der Stromerzeugung und durch einen verstärkten Einsatz von regenerativen Energien in der Nähe der Verbraucher auch die Notwendigkeit von langen Überlandleitungen reduziert würde.

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*

Weitere Beiträge im Bereich Fuerteventura-Nachrichten