Samuel hatte es eilig…

Babys haben ihren eigenen Kopf und manchmal geht es schneller als man denkt.

So kam der kleine Samuel am 21. August nicht wie geplant im Krankenhaus in Puerto del Rosario zur Welt, sondern im heimischen Badezimmer.

Die hochschwangere 30jährige Mutter war bereits am Morgen im Krankenhaus gewesen. Dort wurden auch Wehen festgestellt, allerdings schickte man sie nochmals nach Hause, da die Geburt noch auf sich warten ließe. Man sagte der werdenden Mutter, dass sie wiederkommen sollte, wenn die Wehen alle drei Minuten kämen. Also ging die Frau wieder nach Hause. Eine halbe Stunde, nach dem sie in ihrem Heim in Triquivijate angekommen war, verstärkten sich die Wehen plötzlich und heftig. Im Bad der Familie platzte die Fruchtblase. Der Schwangeren blieb nur noch, ihren Mann zu Hilfe zu rufen, und mit dessen Hilfe das Kind zur Welt zu bringen.

Nachdem Samuel geboren war, riefen die Eltern die Notrufnummer 112. Von dort aus schickte man einen Krankenwagen los und gab den frischgebackenen Eltern genaue Anweisungen, wie die Nabelschnur, das Neugeborene und auch die Mutter zu versorgen sind.

Als der Krankenwagen eintraf öffnete der Vater mit dem neugeborenen Sohn im Arm die Tür.

Glücklich zeigten sich alle Beteiligten über den Ausgang der aufregenden Geburt.

So glücklich der Ausgang in diesem Fall ist, gerade im Fall von Geburten ist es für Frauen speziell im Süden der Insel oft nicht leicht, zu wissen, wann man denn nun ins Krankenhaus fahren sollte. Das einzige Krankenhaus von Fuerteventura liegt in Puerto del Rosario, der Inselhauptstadt im Norden, also z.B. aus Morro Jable rund eine Autostunde entfernt.

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