Spanien verkauft staatseigene Immobilien

Der Direktor des Staatsvermögens, Carlos San Basilio, hat angekündigt, dass die spanische Regierung an einem Plan zur Privatisierung staatseigener Immobilien arbeitet. Durch den Verkauf der ersten Tranche könnten rund 2 Mrd. Euro mobilisiert werden.

Das erste Immobilienpaket, das in 2013 verkauft werden soll, beinhaltet 100 öffentliche Gebäude im Zentrum von Madrid mit einer durchschnittlichen Fläche von 5.000m² und einem durchschnittlichen Wert von ca. 20 Mio. Euro. Die meisten dieser Immobilien stehen leer und werden nicht genutzt.

Dabei handelt es sich  nur um einen kleinen Teil der insgesamt ca. 13.000 Immobilien, die der spanische Staat landesweit besitzt und von denen nur etwa die Hälfte genutzt wird.

Zum Luxus des Leerstands kommt noch ein weiteres Zeichen der Ineffizienz hinzu: auf einen spanischen Beamten kommen im Durchschnitt 30 bis 40m² Gebäudefläche. Ein Arbeitnehmer in einem Privatunternehmen muss dagegen mit einer Fläche von 10 bis 15m² auskommen. Diesen Flächenverbrauch pro Kopf will die spanische Regierung ebenfalls auf ein normales Maß reduzieren.

Ziel des Vermögensdirektors ist es, nur noch Immobilien im Eigentum zu nutzen und zukünftig keine Mieten mehr zu bezahlen.

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