Kanarische Regierung „erfindet“ grüne Steuer auf Getränkeverpackungen

Die Kanarische Regierung will 2013 eine „grüne“ Steuer auf Einweg-Getränkeverpackungen einführen. Diese Steuer soll laut Regierung „die Umweltauswirkungen durch diese Art der Verpackungen reduzieren und die Verwendung von umweltfreundlicheren Materialien, größeren Behältern und mehrfach verwendbaren Verpackungen fördern. Die Mehreinnahmen durch diese neue Steuer könnten sich nach Schätzungen auf rund 35 Mio. Euro belaufen.

Die Details der neuen Steuer sind noch nicht bekannt.

Die Regierung der Balearen hatte kürzlich eine vergleichbare Steuer geschaffen. Dort werden die Getränkeverpackungen mit einem Betrag von 5 bis 8 Cent pro Stück belastet, gewichtet nach der Umweltschädlichkeit.

Die Schaffung von Steuern mit Umweltaspekten ist ein neuer Trend bei den spanischen Autonomie-Regierungen. Sie müssen sich immer  neue Einnahmequellen erschließen, um die Transferkürzungen auszugleichen und die von der Zentralregierung in Madrid vorgegebenen Sparziele zu erreichen.

6 Kommentare

  1. Zitat:…“Sie müssen sich immer neue Einnahmequellen erschließen, um die Transferkürzungen auszugleichen und die von der Zentralregierung in Madrid vorgegebenen Sparziele zu erreichen“…..aus der Sicht würde ein Pfandsystem wenig bringen…also: Preise rauf – um den Müll wird sich schon jemand anderes kümmern. Sarkasmus an: Ich liebe es, wenn Pferde von hinten aufgezogen werden. Sarkasmus aus.

  2. Die Getränke einfach teuerer machen bringt meiner m.M nach garnix ,ausser das sich Vadder Staat die Taschen voll macht .
    Der Umwelt wir damit kein Stück geholfen .
    Sinn macht nur ein Pfandsystem .
    Denn selbst wenn einer dann die Flasche/Dose usw .immer noch wegwirft ,findet sich einer der den Pfennig ehrt und sie ausammelt und abgibt .
    Eine Steuer würde im korrupten Spanischen System versickern

  3. Eine somit Verteuerung aller in Einwegverpackungen abgefüllten Getränken halte ich nicht für besonders sinnvoll. Diese Entscheidung würde besonders hart die einheimischen Geringverdiener treffen. Ob die dadurch gewonnenen Mehreinnahmen dem dafür vorgesehenen Zweck zugute kommen würden, ist ebenfalls zweifelhaft. Ein Pfandsystem ist zwar „nervig“, würde aber das geringere Übel darstellen und sicherlich in erster Linie der Umwelt helfen. -imho-

  4. @ aly: Es ist doch wohl allgemein bekannt, daß mit
    Plastikmüll (und nicht nur mit dem) in Spanien ein
    ziemlich sorgloser Umgang stattfindet. Ich möchte und will den Spaniern natürlich nicht vorschreiben was sie tun
    und lassen sollen (bei uns ist auch nicht alles Gold!),
    aber auch Spanien ist ein autonomer Staat dieses Europas und darf/kann entscheiden, was es möchte.
    Das geht uns deutsche nun wirklich rein gar nix an,
    zumal unser Receycling-System nun auch nicht gerade
    das gelbe vom Ei ist.
    Deswegen muss niemand in Deutschland bleiben –
    Reisen erweitert den Horrizont … gelle ?

  5. An fuerte 325, dass man recyceln soll ist ok, dass ein Pfand auf Plastik kommt ist ok, dass aber Deutsche verhältnisse kommen sollen, das ist nicht ok. Wenn Sie das unbedingt haben wollen, bleiben Sie in Deutschland!!!!!!

  6. Das ist prima. Nur so kann der viele Plastikschrott verringert werde. Es sollte aber trotzdem auf etwas längere Sicht, dass in Deutschland vorherschende Recylen angestrebt werden
    fuerte325

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