Senat weist Antrag auf Widerruf der Öl-Bohrgenehmigung zurück

Der spanische Senat hat einen Antrag abgelehnt, mit dem der Senator der Coalición Canaria (CC), Narvay Quintero, die Spanische Regierung auffordern wollte, die Genehmigung für Erdölprospektionen in Gewässern nahe Fuerteventura und Lanzarote zu widerrufen. Quintero begründete seinen Antrag damit, dass die Ölförderung für die Kanaren ein sehr hohes Risiko bei sehr geringem Gewinnpotential darstelle, und erinnerte in seiner Rede an die Katastrophe im Golf von Mexiko im Jahr 2010 durch die Explosion der Bohrplattform „Deepwater Horizon“.

Die Bohrungen seien zudem in einem Gebiet vorgesehen, in dem es seismische Aktivität gebe und das bis zu 6 Kilometer an die Küste der Inseln heranreiche. Es bestehe, so Quintana, ein Risiko für die Bevölkerung, die von entsalztem Meerwasser abhänge.

Die Sozialisten im Senat unterstützten den Antrag der CC und ergänzten, dass „jedes 4-Sterne-Hotel mehr Arbeitsplätze schaffe, als eine Ölplattform. Außerdem forderten sie Sozialisten, dass die Spanische Regierung den Dialog mit den Kanarischen Behörden aufnehme.

Es sei nicht möglich, dass die Regierung die Prospektionen per Dekret ermögliche, wenn die kanarische Gesellschaft die Erdölsuche ablehne.

Der Senator der PP, José Ignacio Palacios, hielt in seiner Rede dagegen, dass das Hautproblem der Kanaren die immense Arbeitslosigkeit und die fast ausschließlich Abhängigkeit vom Tourismus sei. Außerdem ermöglichten die aktuellen Genehmigungen lediglich die Prospektion. Für eine eventuell Förderung seinen ohnehin neue Genehmigungen erforderlich.

1 Kommentar

  1. Ist ja wohl ein zweischneidiges Schwert:
    Natur pur oder Öl, welches sich sonst die lieben Nachbarn aus Marokko einverleiben…
    Letztere sollen ja schon aus leibeskräften forschen und bohren, da nützt es rein gar nix, wenn REPSOL
    verzichtet … auch das Öl aus Afrika landet im Falle eines
    „Störfalles“ an den schönen Stränden der Kanaren …

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