Militär evakuiert zwei Briten von Kreuzfahrtschiff

Am ersten Weihnachtsfeiertag musste das spanische Militär vom Militärstützpunkt in El Gándo auf Gran Canaria ausrücken, um zwei britische Touristen wegen medizinischer Notfälle vom Kreuzfahrtschiff „Braemar“ der Reederei „Fred Olsen“ evakuieren.

Da sich das Schiff zu diesem Zeitpunkt rund 550km sudöstlich von El Hierro befand, und sich einer der Patienten in akuter Lebensgefahr befand, konnte nur das Militär mit einem Helikopter „Superpuma 802“ in Begleitung einer „Fokker 27“, die die Luftsicherung durchführte, schnellstmöglich am Bergungsort sein. Durch die großen Flugdistanzen musste der Helikopter auf El Hierro einen Tankstop einlegen.

Der in Lebensgefahr schwebende 78jährige Brite litt an einem Pneumothorax, eine 66jährige Britin erlitt bei einem Sturz eine auf ca. 8cm offene Fraktur am Bein.

Da der Hubschrauber auf dem Kreuzfahrtschiff nicht landen konnte, mussten beide Patienten mit der Winde des Hubschraubers im Rettungskorb an Board gebracht werden. Obwohl zum Zeitpunkt der Rettung starker Wind herrschte, konnten die Retter beide Patienten sicher an Bord des Hubschraubers bringen. Wegen des Pneumothorax des 78jährigen durfte der Helikopter nur in einer Höhe von maximal 300m fliegen, was die Rettungsaktion wegen des starken Windes sehr schwierig machte. Beide Patienten wurden nach El Hierro gebracht und dort in die Fokker umgeladen, da diese die Patienten schneller ins Krankenhaus nach Gran Canaria befördern konnte, als der Hubschrauber.

Erst nach 11 Stunden waren die Fokker und der Superpuma wieder zurück auf ihrer Basis in Gando.

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