Aussichtspunkt Morro Velosa wieder eröffnet

„Was lange währt, wird endlich gut“ oder „Gut Ding will Weile haben“ sind die Sprüche, mit denen oft versucht wird, ungeplante Verzögerungen schönzureden. Wenn es um den Aussichtspunkt „Morro Velosa“ im Bergmassiv von Betancuria geht, müsste das Ergebnis der Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen zu einem Naturkundemuseum mindestens mit den Prädikaten „sensationell“ oder „phantastisch“ ausgezeichnet werden können. Schließlich haben sich die Bauarbeiten, die im November 2011 begonnen haben und ursprünglich 6 Monate dauern sollten, über geschlagene 20 Monate hingezogen und somit mehr als dreimal solange gedauert, wie ursprünglich angegeben. Aber dazu wurde natürlich bei der feierlichen Eröffnungsveranstaltung am 29.07.2013 kein Wort verloren. 

Immerhin 400.000€ haben die Bauarbeiten gekostet. Macht man eine überschlägige Rechnung auf und setzt einen Zinssatz von 5% an, sind pro Monat der Verzögerung zusätzliche Zinskosten von rund 1.666 Euro zu kalkulieren. Macht für 14 Monate schlappe 23.333 Euro. Dabei bleibt natürlich völlig unberücksichtig, dass der Wert des während der Umbaumaßnahmen ungenutzten Gebäudes um ein Vielfaches höher ist, als der Betrag der Umbaukosten.

In 2009 war der „Mirador Morro Velosa“ mit mehr als 66.000 Besuchern die meistbesuchte Attraktion innerhalb des Museumsnetzes der Insel.

Dank der neuerlichen Investitionen dürfte der Morro Velosa nun noch attraktiver geworden sein, sodass die Besucherzahlen noch weiter steigen sollten.

Eine von über 66.000 Besuchern pro Jahr frequentierte Einrichtung, die über ein Café und einen Souvenirshop verfügt, müsste sich doch eigentlich hochprofitabel bewirtschaften lassen. Es bleibt also zu hoffen, dass es der Inselverwaltung besser gelingt, den Mirador zu betreiben, als ihn in einem angemessenen Zeitrahmen umzubauen.

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