Eigner holt gestohlenen Fischkutter in Gran Tarajal im Süden von Fuerteventura ab

Fischkutter-Patera-Migrantenboot

Der Eigner des marokkanischen Fischerbootes, das sich derzeit im Hafen von Gran Tarajal auf Fuerteventura befindet, ist auf der Insel eingetroffen, um sein Schiff zurückzuholen. Das berichten spanische Medien am 03.08.2026. Derzeit werden die Unterlagen sowie der technische Zustand des Bootes überprüft. Nach Abschluss der Formalitäten soll das Schiff am 04.08.2026 ab 10.00 Uhr den Hafen von Gran Tarajal verlassen und nach El Aaiún in der Westsahara zurückkehren.

Bei dem Fischerboot handelt es sich um das Schiff, das am 25.07.2026 mit 20 Migranten den Hafen von Gran Tarajal erreicht hatte. Die Fuerteventura-Zeitung hatte bereits damals darüber berichtet, dass der Verdacht bestand, der Kutter sei zuvor im Hafen von El Aaiún von Schleusern gestohlen worden, um ihn für die irreguläre Migrationsroute auf die Kanarischen Inseln einzusetzen. Mit der Ankunft des rechtmäßigen Eigentümers auf Fuerteventura bestätigt sich dieser Verdacht nun.

Boot soll wieder zum Fischfang eingesetzt werden

Nach Angaben der spanischen Behörden war das Fischerboot im Hafen von El Aaiún entwendet worden. Die Täter nutzten es anschließend für die Überfahrt auf die Kanarischen Inseln. Nach der Ankunft in Gran Tarajal wurde das Schiff sichergestellt. Bei einem positiven Ausgang der Überprüfung solldas Fischerboot nach nach El Aaiún zurückkehren und wieder für den Fischfang vor der afrikanischen Küste eingesetzt werden.

Behörden loben schnelle Zusammenarbeit

Die beteiligten Behörden würdigen insbesondere die Arbeit der Guardia Civil und der Hafenbehörde (Capitanía Marítima). Nach ihren Angaben konnten die notwendigen Verwaltungsverfahren dank der schnellen und engen Zusammenarbeit zügig abgewickelt werden. Dadurch konnte die Rückgabe des Schiffes an seinen rechtmäßigen Eigentümer innerhalb kurzer Zeit vorbereitet werden.

Gestohlene Fischerboote werden zunehmend für die irreguläre Migration genutzt

Der Fall verdeutlicht erneut ein Phänomen, das die Behörden auf den Kanarischen Inseln seit geraumer Zeit beobachten. Immer wieder werden Fischerboote in Häfen an der nordwestafrikanischen Küste gestohlen, um sie für die gefährliche Überfahrt auf die Kanarischen Inseln zu nutzen. Nach ihrer Ankunft werden die Boote von den spanischen Behörden sichergestellt und, sofern möglich, nach Abschluss der erforderlichen Ermittlungen und Verwaltungsverfahren an ihre rechtmäßigen Eigentümer zurückgegeben.

Mit der geplanten Ausfahrt des Fischerbootes aus dem Hafen von Gran Tarajal am 04.08.2026 findet der Fall nun voraussichtlich seinen Abschluss. Für den marokkanischen Eigner bedeutet dies, dass er sein Schiff nach den Ereignissen der vergangenen Wochen wieder in Empfang nehmen und künftig erneut für den Fischfang einsetzen kann.

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