Guardia Civil lässt osteuropäischen Drogenhändlerring auffliegen

Eine Einheit gegen das Organisierte Verbrechen der Guardia Civil hat auf den Kanaren einen Ring von osteuropäischen Drogenhändlern aufgedeckt.

Ihren Anfang nahm die „Operación León Marino“ („Operation Seelöwe“) eher zufällig ihren Anfang, als die Guardia Civil im Januar 2013 einem Segelboot in Seenot zur Hilfe kam, als dieses auf seinem Weg von den Kapverdischen Inseln wenige Meilen vor der Küste der Kanarien trieb. Es befanden sich 2 Personen aus Lettland und eine Person aus Litauen an Bord, die in ihren Heimatländern wegen Drogendelikten aktenkundig waren. Dies war Anlass genug, die Personen genauer unter die Lupe zu nehmen, weil sich ein Anfangsverdacht ergab, dass sie mit einer Schmugglerorganisation in Verbindung stehen könnten.

Bei der anschließenden Überwachung der Personen stellte sich heraus, dass sie das Sportboot nach Gran Canaria verbracht haben, um dort ihre Basis für den Kokainhandel einzurichten.

Im Juli 2013 schickte die Bande offenbar eine Mann und eine Frau aus Litauen nach Gran Canaria, die dort die Drogen von der Bootsbesatzung abholen sollten. Die beiden tarnten sich als reiche Touristen, mieteten eine Luxusvilla in Maspalomas und einen Sportwagen. Zur Übergaben der Drogen verabredeten sich die involvierten Personen und trafen sich mit zwei gemieteten Autos, die mit Strandutensilien beladen waren, zu einem unauffälligen Strandtag. Im Moment der Übergabe schlug die Guardia Civil dann zu. In einer Kühlbox fanden die Ermittler 6kg Kokain.

Bei den anschließenden Durchsuchungen fanden die Beamten weitere 21kg in einem Versteck unter der Spüle des Segelbootes und 18kg unter dem Whirlpool in der angemieteten Luxusvilla.

Außerdem fanden die Ermittler gefälschte Dokumente, Seekarten der Kanarischen Inseln und der Kapverden sowie Navigationsgeräte. Auch das Segelboot wurde als Tatwerkzeug beschlagnahmt.

Die Beamten konnten die Verdächtigen Überführen, obwohl sie äußerst vorsichtig vorgingen. Sie kommunizierten niemals direkt mündlich miteinander sondern ausschließlich über Nachrichten in Sozialen Netzwerken oder über stille Briefkästen, die sie in den Toiletten von öffentlich zugänglichen Etablissements einrichteten.

Offenbar beschäftigte die Organisation auch mehrere „Agenten“, die die Täter gegen polizeiliche Observierungen und Ermittlungen abschirmen sollten, scheinbar ohne größeren Erfolg.

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