Bill Gates investiert in spanischen Baukonzern FCC

Bill Gates, Gründer von Microsoft und der wahrscheinlich reichste Mann der Welt, hat für 113,5 Mio. Euro Aktien des spanischen Baukonzern FCC erworben. Damit hält Gates über eine oder mehrere seiner Investmentfirmen insgesamt 6% des Kapitals des Unternehmens und ist nach Mehrheitsaktionärin Esther Koplowitz der zweitgrößte Anteilseigner.

FCC ist einer der größten Baukonzerne Europas und generierte mit 80.549 Mitarbeitern in 2012 einen Umsatz von 11,754 Mrd. Euro.

Die Aktien des Konzerns, die im IBEX35 notieren, schossen nach Bekanntgabe des Einstiegs von Gates um 5,4% nach oben.
Der Vizepräsident von FCC, Juan Béjar, sieht in Gates Investitionsentscheidung eine Bestätigung für die wirtschaftliche Erholung sowohl Spaniens als auch des Unternehmens. Béjar geht davon aus, dass Gates´ Investment langfristig angelegt sei. Der Milliardär habe nicht die Absicht, einen eigenen Vertreter in den Aufsichtsrat zu entsenden oder auf die Geschäftsführung Einfluss zu nehmen.

Infolge der Abwertung der Aktiva infolge der Wirtschaftskrise habe sich Spanien zu „einer Welt voller Gelegenheiten“ für Investoren entwickelt. Dass ein Investor vom Kaliber eines Bill Gates sich für Spanien und FCC entschieden habe, sei „Grund für Zufriedenheit und ein neuer Antrieb, um den Strategieplan des Unternehmens umzusetzen.
Trotz des Einstiegs von Bill Gates muss FCC auch weiterhin Mitarbeiter entlassen. Das Unternehmen hat in 2012 nach umfangreichen Sanierungsmaßnahmen einen Verlust von 1,028 Mrd. Euro erlitten. Der heutige Aktienkurs ist mit unter 18€ weit unter seinem Maximum von über 84€ aus dem Februar 2007.

Im Frühjahr 2013 hatte FCC einen der größten Aufträge im Ausland an Land gezogen, den jemals ein spanisches Unternehmen ergattern konnte: das Unternehmen führt ein Konsortium an, das drei Linien der neuen U-Bahn in Riad/ Saudi Arabien für 6,070 Mrd Euro baut.

FCC erzielt bereits einen Großteil seines Umsatzes im Ausland. In Zukunft will das Unternehmen sich stärker auf seine Kerngeschäfte Bau, Infrastruktur und Wasserversorgung konzentrieren und sein Engagement in anderen Bereichen wie Energie, Immobilien und Telekommunikation zurückfahren.

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