Wrack des verunglückten Rettungshubschraubers auf dem Meeresgrund gefunden

Am Mittwochabend des 19. März 2014 stürzte ein Militärhubschrauber des „Servicio Aéreo de Rescate“ (SAR) bei einer Rettungsübung zwischen Fuerteventura und Gran Canaria ins Meer. Die Ursache für den Absturz der Maschine vom Typ „Aérospatiale AS 332 Super Puma“ ist nach wie vor unbekannt. Die fünfköpfige Besatzung der spanischen Luftwaffe befand sich zusammen mit einem Patrouillenboot auf einem nächtlichen Routinemanöver, als sich der Unfall ereignete. Dabei konnte ein Besatzungsmitglied nur wenige Augenblicke später von den Kollegen der spanischen Marine aus dem Meer gerettet werden, die restlichen vier Insassen versanken mit dem Wrack im Meer.

Nach einer wochenlangen Suchaktion wurde nun das Wrack des verunglückten Hubschraubers zusammen mit den Leichen der vier vermissten Besatzungsmitglieder mehr als 2.360 Meter tief im Meer gefunden. Am frühen Morgen des 20. April 2014 entdeckte ein spezieller Suchroboter des US-Unternehmens „Phoenix International“ die abgestürzte Maschine und identifizierte anhand von gemachten Bildern aus dem Inneren des Luftfahrzeugs die sterblichen Überreste dreier Männer und einer Frau. Vier Tage lang dauerte es, bis das Unterwasserfahrzeug „Rémora II“ bei seiner Suche im Umkreis von circa einer Quadratmeile um den Absturzort Erfolg hatte.

Das amerikanische Unternehmen, das auch bei der Suche nach dem verschollenen Passagierflugzeug aus Malaysia beteiligt ist, soll für seine Hilfe bei der Ortung und Bergung des Hubschrauberwracks mit 3,2 Millionen Euro von der spanischen Regierung rechnen. Die Angehörigen der verunglückten Besatzung wurden unverzüglich über die Neuigkeiten informiert. Wie das spanische Verteidigungsministerium mitteilte, berät man außerdem über die Bergungsmöglichkeiten circa 55 Kilometer südwestlich von Fuerteventura, die sich aufgrund der enormen Tiefe als sehr komplex erweisen.

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