Kanarische Regierung vermutet Preisabsprachen zwischen Tankstellen auf Lanzarote

Nach zahlreichen Hinweisen von Einrichtungen und Privatpersonen hat die kanarische Regierung nun mit ausführlichen Ermittlungen gegen eine Reihe von Tankstellen in Lanzarote begonnen, die im Verdacht stehen illegale Preisabsprachen untereinander durchgeführt zu haben.

Abgesprochene Vereinbarungen zwischen verschiedenen Betreibern, um die Kontrolle über die auf dem Markt geltenden Spritpreise zu erlangen, gelten als Verstöße gegen das Wettbewerbsrecht und sind somit gesetzlich verboten. Im Rahmen der durchgeführten Ermittlungen konnte festgestellt werden, dass die Literpreise für Super 95 beim Großteil der Betreiber auf der Insel bei identischen 1,13 Euro lagen. Gustavo Matos, Generaldirektor für Verbraucherfragen, schickte nach einigen Tagen der genaueren Preisuntersuchung Beamte zu insgesamt 10 Tankstellen, um nach einer Berichterstattung vor Ort für neue Erkenntnisse zu sorgen.

Die daraufhin eingeleitete Untersuchung, die laut Matos „fast alle Betreiber“ von Tankstellen auf Lanzarote betrifft, bringt nun ein 20-tägiges Verfahren mit sich, bei dem zuerst die Beschuldigten 10 Tage Zeit haben Stellung zu den Anschuldigungen zu nehmen. Erst dann kann über die endgültige Einleitung von Strafverfahren entschieden werden. Sollten sich die Befürchtungen jedoch bewahrheiten, könnten die Preisabsprachen üppige Bußgelder und sogar eine Anzeige beim staatlichen Gericht für Kartellrecht nach sich ziehen.

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