…und es wurde Licht: Cofete zum allerersten Mal mit Straßenbeleuchtung ausgestattet

Das kleine und weitestgehend menschenleere Dorf Cofete ist bekannt für die Ansammlung einzelner ärmlich gebauter Hütten, eine alte Bar, die mythenumworbene Villa Winter sowie einen atemberaubenden Strand, in dessen Hintergrund sich die Berge von Jandía in majestätische Höhen erheben. Das Örtchen wirkt mysteriös und eigen und zieht jeden Tag Hunderte von Besucher an, die die fast grenzenlose Strandlandschaft genießen oder einen Einblick in das Leben der 15 registrierten Einwohner erhaschen wollen.

Die ersten Einwohner, die überhaupt in Cofete registriert wurden, gehen auf das Jahr 1819 zurück und fast zwei Jahrhunderte später scheint es so, als würden die vereinzelten Bewohner des Dörfchens noch immer in der damaligen Zeit leben. Am 07. Juli wurde dort zum allerersten Mal in der Geschichte das Licht angeschaltet und der Schritt in die Modernität vollzogen.

Die Gemeindeverwaltung von Pájara und der „GDR“ (Grupo de Desarrollo Rural) als Einrichtung für die Entwicklung des ländlichen Raums realisierten ein Projekt, das Cofete mit einer bisher nie dagewesenen Straßenbeleuchtung ausstattete. In der traditionellen kleinen Ortschaft wurden 11 autonome Straßenleuchten installiert, die ihr Licht durch Solarenergie aus Sonnenkollektoren beziehen. Die Laternen weisen einige technische Besonderheiten auf, die ihre Funktionsweise in besonders isolierten Gebieten begünstigen. Die durch Sonnenenergie selbstgenügsame und umweltfreundliche Beleuchtungsmethode verfügt über ein selbstständiges Ein- und Ausschalt-System und steht im Einklang mit dem System „Starlight“. Das bedeutet, dass die Straßenbeleuchtung so entworfen ist, dass kein Licht in den Himmel ausgestrahlt und somit in die Luftschichten der Erdatmosphäre gestreut wird. Damit soll die künstliche Aufhellung des natürlichen Nachthimmels, die sogenannte Lichtverschmutzung verhindert werden, denn besonders in Cofete „strahlt“ der Himmel Sternenliebhabern und Astronomen nachts auf beeindruckende Weise entgegen. Der Bürgermeister von Pájara, Rafael Perdomo, sieht dabei den Erfolg einem so symbolischen Ort Licht geschenkt zu haben. „Es ist eine gerechte Modernisierung, die das Leben an diesem Ort erleichtert und ihn für Besucher leichter zugänglich macht.“ Mit der angebrachten selbstständigen Beleuchtung kann man Cofete und seinen ganz eigenen Charakter nun auch nachts genießen.

Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf 18.753 Euro.

2 Kommentare

  1. Und ich durfte praktisch live dabei sein. Die Lampen haben wir zunächst für Kameras gehalten.

    Bus nach Cofete ist übrigens keine gute Idee. Am Strand wird seit 2013 versucht, wieder Meeresschildkröten anzusiedeln.

    Dieser Strand sollte möglich menschenleer bleiben ….

    😉

  2. wie wäre es schön, wenn auch 2x am Tage in Bus nach Cofete fahren würde,man ist shon zufrieden auch 1X mit Hin-u. Zurück . Das wäre super toll,na, vvielleicht macht man das eines Tages. –Gäste gibt’s bestimmt genug –oder was meint die Verwaltung.????????

    Ich und mein Mann wären die aller Ersten Mitfahrer. Frage wer ist dafür –ab nach Cofete??????? Es muß eben mal nachgedacht werden. Wie wäre auch ein Privater Pendelbus dorthin. Der Erste wird nicht der LETZTE SEIN: Aslo hinein ins Cofete-vergnügen. Restaurant gibt’s ja schon. Also probiert es doch mal liebe Inselregierung.
    Danke – merci sagt : ein neuer Cofete Besucher.
    l o b i

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*

Weitere Beiträge im Bereich Fuerteventura-Nachrichten