Polizei entlarvt Finanzbetrüger-Ring auf den Kanaren

Wie die Nationalpolizei bekanntgab, wurde kürzlich eine internationale Gruppe von Finanzbetrügern aufgedeckt, die ihr betrügerisch erworbenes Kapital der Geldwäsche unterzog. Bereits im August 2013 begann die Kriminalpolizei von Las Palmas mit ihren Ermittlungen und deckte dabei internationale Investmentgeschäfte der Organisation auf, die von betrügerischer Natur waren und kanarische Investoren um schätzungsweise eine Million Euro geprellt hatten.

Im Laufe der Polizeiarbeit wurden auf Gran Canaria und Teneriffa drei Personen festgenommen, weitere zwei stehen unter Verdacht, nachdem bei einer Hausdurchsuchung verschiedene Dokumente als Beweismaterial gesammelt wurden. Die Betrüger boten hoch rentable Finanzprodukte an und agierten durch verschiedene Scheinfirmen mit Sitz in den USA, Großbritannien oder den Komoren. Durch die geschaffene Handelsstruktur vermittelten sie den Investoren mit einer Scheinbank das Bild eines soliden nordamerikanischen Finanzinstituts. Die private Bank diente dabei nicht nur als Hinterlegungsstelle des betrügerisch erbeuteten Kapitals, sondern brachte auch kanarische Anleger um ihre Investitionen.

Das ergaunerte Kapital wurde durch verschiedene Transaktionen, die teilweise ins Ausland verliefen, durch Geldwäsche verschleiert. Im Juni 2014 gelang es der Polizei den höchsten Verantwortlichen zusammen mit seiner rechten Hand zu verhaften. Im Dezember wurde schließlich auch ein Rechtsanwalt festgenommen, der als rechtlicher Vertreter der „Bank“ eine maßgebliche Rolle in der Vertrauensgewinnung der Opfer gespielt hatte und die Kreditfähigkeit der Betrügerbank glaubwürdig vermittelte.

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