Segelboot mit 725 Kilo Kokain vor den Kanaren abgefangen

Am Morgen des 30. Dezember entdeckte eine fliegende Einheit der Guardia Civil ein flaggenloses Segelboot, das auf hoher See vor den kanarischen Küsten trieb. Kurz darauf rückte eine Spezialeinheit der Küstenwache mit ihrem Hochseeschiff „Río Segura“ aus und enterte das aus Südamerika kommende Boot ca. 40 Meilen südlich von Gran Canaria, um es in den Hafen von Las Palmas zu bringen.

An Bord befanden sich zwei Spanier mittleren Alters, die nach dem Übernahme des Schiffes festgenommen und bis zur Ankunft im Hafen von den Beamten bewacht wurden. Da ein heftiges Unwetter vor den Inselküsten die Fahrt nach Las Palmas für das Segelboot erschwerte, musste es vom Einsatzschiff der Polizei mühsam abgeschleppt werden. Während des Manövers zum Verbinden der beiden Schiffe gingen zwei Beamte durch eine starke Welle über Bord, wurden dabei verletzt und mussten daher vorsichtshalber mit einem Helikopter der Seenotrettung „SASEMAR“ in das Krankenhaus nach Gran Canaria geflogen werden.

Nach der Ankunft im Hafen, wurde das Segelboot einer gründlichen Durchsuchung unterzogen, bei der eine beträchtliche Ladung Drogen ans Licht kam. Versteckt in einem schwer erreichbaren doppelten Boden unter einem Treibstofftank im Inneren des Bootes befanden sich insgesamt 725 Kilo Kokain, die in 1-Kilo-Päckchen verpackt an Bord gelagert wurden. Nach der knapp zehnstündigen Durchsuchung wurde für die zweiköpfige Besatzung des Drogenbootes sofortige Untersuchungshaft angeordnet.

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