Kanaren erleben kältesten Winter seit sieben Jahren

Wie der spanische Wetterdienst AEMET (Agencia Estatal de Meterelogía) bekanntgab, müsste man in der Statistik bis ins Jahr 2006 zurückgehen, um auf den Kanaren einen ähnlich kalten Jahresanfang zu finden, wie den diesjährigen Januar, bei dem die Durchschnittstemperatur bei nur knapp 13,9 Grad Celsius lag.

Die Monatsbilanz zeigt, dass sich die Differenz zwischen dem Mittelwert für Januar 2015 und den jeweils ersten Monaten der Jahre 1981 bis 2010 auf -0,6 Grad Celsius beläuft. Dabei wiesen zwei Drittel dieser Vergleichsmonate selbst Temperaturen auf, die bereits weit unter dem erwarteten Durchschnittswert lagen. In Höhenlagen ab 2.200 Metern stieg der normale Durchschnitt von sieben Frosttagen im vergangenen Monat auf gleich 19 Tage an. Das Gebirgshotel „Parador de Las Cañadas del Teide“ auf Teneriffa registrierte sogar frostige -5,8 Grad und somit den tiefsten Wert seit Februar 2012.

Die Niederschlagsintensität zeigte im Grunde dasselbe Muster wie im Dezember, sodass der Januar eindeutig zu den trockeneren Monaten zählt. Der Anteil der Gesamtregenmenge gleicht gerade einmal den Werten, die üblicherweise in nördlichen Teilen des Anaga-Gebirges auf Teneriffa oder auf Gran Canaria gemessen werden. Mit 19 Litern pro Quadratmeter liegt der Januar also weit unter den fast 70 Litern, die noch im Vorjahresmonat registriert wurden. Außerdem gehört er zu den windigeren Monaten, in dem insbesondere auf den östlichen Inseln oft der Sonnenschein ausblieb.

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