Erholung der Meeres-Fauna um den Vulkan von El Hierro

Wissenschaftler des spanischen Instituts für Ozeanographie haben in der Nähe des Vulkans von El Hierro eine Wiederansiedlung zahlreicher Meeresorganismen festgestellt. Drei Jahre nach dem letzten Unterwasser-Ausbruch, der im März 2012 für beendet erklärt wurde und ein lokales Fischsterben zur Folge hatte, fingen die tiefen Gewässer wieder an, sich mit neuem Leben zu füllen. Zu dieser Schlussfolgerung kamen Forscher der Kampagne „TASIFE 0415“ des kanarischen Zentrums für Ozeanographie, die vom 27. April bis zum 04. Mai an Bord des Meeresforschungsschiffes Ángeles Alvariiño stattfand.

Beteiligt an der Expedition, die ausgestattet mit einem benthischen Schleppnetz zur Beurteilung der Erholung lokaler Fauna organisiert wurde, war außerdem eine Gruppe von Unterwasser-Fotografen des Instituts. In den sechs Arbeitstagen wurden insgesamt 14 Probereihen vom Meeresgrund in bis zu 900 Metern Tiefe entnommen und der Zustand durch zahlreiche Bilder und Videos aus der unmittelbaren Umgebung des Vulkans dokumentiert.

Obwohl die Ergebnisse der genauen Analyse noch abzuwarten sind, war eine fortgeschrittene Besiedlung der Oberfläche durch die damals ausgestoßene Lava mit unzähligen Mikroorganismen nicht zu übersehen. Diese neue Fauna ziehe laut der Forscher wiederum größere Meeresbewohner wie Fische, Krustentiere und Kopffüßler an, die sich von ihnen ernähren. Nordöstlich des Vulkans, wo der Meeresboden infolge des Ausbruchs starke Asche-Ablagerungen erlitten hatte und eine erhöhte Temperatur, einen hohen Säuregehalt sowie nachweisbaren Sauerstoffmangel aufwies, konnte man außerdem beobachten, wie die abgestorbenen Korallenriffe der Gattung Antipathes wieder mit neuem Leben erfüllt wurden. Dies habe auch die Wiederkehr zahlreicher heimischer Fischarten, wie den Mittelmeer-Fahnenbarschen, Lengfischen, Muränen, Eidechsenfischen, Sägebarschen, Schweinsfischen und Bernsteinmakrelen möglich gemacht.

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