Erste Bilder des Unterwasservulkans von El Hierro

Am zweiten Februarwochenende wurden von Wissenschaftlern der Universität Las Palmas de Gran Canaria in Zusammenarbeit mit dem spanischen Zentrum für Ozeanographie und dem deutschen Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung die ersten Bilder des Unterwasservulkans von El Hierro gemacht. Möglich war dies durch ein kleines bemanntes Unterseeboot, das dazu am 12.02.2016 sowie am Folgetag auf 220 Meter Tiefe abgetaucht war. Für die spanischen Besatzungsmitglieder Eugenio Fraile und Magdalena Santana stellte dies laut eigenen Angaben ein einmaliges und lange erwartetes Erlebnis dar, da sie den Vulkan am Meeresgrund als Erste auch mit eigenen Augen zu sehen bekamen.

Sie erzählten auch, dass die Untersuchung des Eruptionsgebiets ohne die zuvor erstellte dreidimensionale Karte des Vulkans oder die Daten der zuvor unzählige Male ausgesandten Sonden zur Suche nach einer Nadel im Heuhaufen ausgeartet wäre.

Neben der Erstellung von Bildern bestand das Hauptziel im Sammeln von Daten zu den zahlreichen physikalischen und chemischen Auswirkungen des Vulkans, der im Jahr 2011 ausgebrochen war. Das gerade einmal 3,2 Meter lange und 2,5 Meter hohe Unterwassergefährt war dazu mit zahlreichen Sensoren zur Messung von unter anderem Temperatur, pH-Wert, Alkalinität und biologisch verwertbarem Eisen ausgestattet. Außerdem sollte es auch einige Seismometer bergen, die vor einem Jahr am Meeresboden platziert wurden. Die Forscher erhoffen sich von den Daten auch mehr über die Entstehung der jüngsten kanarischen Inseln zu lernen, die wie unsere gesamte Inselkette ebenfalls vulkanischen Ursprungs sind.

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