90 Prozent der jungen Canarios würden für besseren Job auswandern

Wie ein Bericht von Praxis MMT, ESIC und NIVEA zeigt, wären fast 90 Prozent aller kanarischen Jugendlichen bereit, das Land zu verlassen, um ihre berufliche Perspektive zu verbessern. Die Studie zeigte im Nationalitätenvergleich, dass Spanier mit 83,6 Prozent allgemein sehr stark dazu tendieren, ihren Wohnsitz für bessere Jobaussichten ins Ausland zu verlagern. Dabei stehen die jungen Canarios ganz oben auf der Liste, gefolgt von Jugendlichen aus Galizien und Katalonien. Im Gegensatz dazu zeigen die Befragten aus Regionen wie Kantabrien und der Extremadura mit knapp über 20 Prozent eine eher schwächere Tendenz ins Ausland zu gehen.

Was die bevorzugten Ziele kanarischer Jugendlicher angeht, so stehen die USA mit 20,8 Prozent, das Vereinigte Königreich mit 18,9 Prozent und Deutschland mit immerhin 10,7 Prozent ganz weit oben auf der Auswanderungsliste. Außerdem zeigt die kanarische Jugend national gesehen die größte Tendenz ihren Wohnsitz innerhalb Spaniens zu ändern, um so an bessere Jobmöglichkeiten zu gelangen. Mit 91,4 Prozent der befragten Canarios liegt die Jugend auf der Inselgruppe somit weit über dem nationalen Durchschnitt von 88,3 Prozent. In diesem Fall zieht es mit 44,3 Prozent die meisten in die Hauptstadt nach Madrid sowie 10,3 Prozent nach Barcelona.

Über die Hälfte aller spanischen Jugendlichen sieht eine aussichtsreiche berufliche Zukunft für sich, wobei auf den Kanaren mit 62,8 Prozent überdurchschnittlich viele junge Leute glauben, dass sich ihre Berufsaussichten in den nächsten fünf Jahren spürbar oder sogar stark bessern werden. 16,3 Prozent der Befragten glauben hingegen, dass sich die Situation noch weiter verschlechtert. Trotz der noch recht positiven Stimmung befinden sich die Canarios nur auf dem 15. Platz der Optimisten-Liste, noch hinter Andalusien, Asturien, Castilla und León sowie Aragón. Pessimistisch hingegen zeigt sich die Jugend in Galizien, Kantabrien und dem Baskenland mit knapp über 20 Prozent.

Ein weiterer Teil der Studie befasste sich außerdem mit der Frage, ob ein eigenes Unternehmen die bessere berufliche Alternative zum Leben eines Angestellten wäre. Dabei gab 45,7 Prozent der befragten kanarischen Jugend an, eine Unternehmensgründung anzustreben – ein zunehmend größer werdender Trend, der sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich verstärkt hat.

Die beliebtesten Berufssparten der jungen Canarios wurden mit 82,6 Prozent hauptsächlich mit dem Dienstleistungssektor angegeben, gefolgt von den Sektoren Industrie und Energie mit 15,2 Prozent der Befragten sowie traditionelleren Bereichen wie der Landwirtschaft und Viehzucht mit zwei Prozent.

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