Kanarische Regierung übernimmt Entsorgung von 100 Tonnen Reifen auf Fuerteventura

Wie das Ministerium für Umweltschutz und Territoriale Politik bekannt gab, wird die Kanarische Regierung sich um einen fachgerechten Abtransport der auf Fuerteventura gelagerten Altreifen kümmern, die im Entsorgungskomplex von Zurita nicht für Abdichtungsmaßnahmen genutzt werden können. Innerhalb der nächsten drei Monate soll der Reifenmüll dann von der Insel verschwunden sein und von spezialisierten Recycling-Unternehmen wiederverwertet werden.

In der Entsorgungsstation „Complejo Medioambiental de Zurita“ in Puerto del Rosario werden bereits 2.400 Tonnen Reifen als Untergrund einer 64.000 Quadratmeter großen Mülldeponie (Celda 3) genutzt. Mit Erde aufgefüllt und mit Isolierfolie ausgekleidet bilden die Altreifen die Basis, um den Hausmüll der Insel aufzunehmen. Die restlichen 100 Tonnen, die ungenutzt bleiben und bisher unter freiem Himmel gelagert wurden, sollen nun von der Kanaren-Regierung umweltgerecht entsorgt werden.

Die Europäische Kommission hatte in diesem Jahr bereits Informationen über illegale Müllhalden in Spanien beantragt, darunter auch über Zurita, wo jedoch laut Inselverwaltung dank verschiedener Sicherheitsvorkehrungen keine Brandgefahr bestehe. Eine weitere Anlage, die der EU Sorgen bereitet, befindet sich in der Kleinstadt Seseña in Kastilien-La Mancha. Die größte Reifendeponie des Landes hatte es erst Anfang Mai in die Nachrichten geschafft, als ein Großfeuer ausgebrochen war und die Evakuierung von mehreren Tausend Menschen zur Folge hatte.

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