Gran Canaria: Löschhubschrauber bleiben wegen fehlender Lizenz nutzlos

Wie es bereits im Sommer letzten Jahres der Fall war, fehlt den beiden HTA-Hubschraubern der Inselverwaltung auf Gran Canaria die erforderliche Lizenz der staatlichen Luftsicherheitsbehörde (AESA), um bei Sicherheitseinsätzen an den Start gehen zu können. Die beiden Maschinen, die während des Sommers gegen Waldbrände eingesetzt werden sollten, sind seit ihrer Ankunft in der Basis der Umweltschutzabteilung in Artenara stationiert und somit seit Anfang Mai außer Betrieb, obwohl laut Mehrjahresvertrag bereits ein Einsatz ab dem 15.05.2016 erfolgt sein sollte.

So konnte auch keiner der beiden Hubschrauber einen Beitrag zu den Löscharbeiten der vergangenen Tage leisten. Ein ausgebrochenes Feuer, das am 06.06.2016 über ein Hektar Wald in den Dünen von Maspalomas in Mitleidenschaft zog, musste durch einen GES-Hubschrauber der Notfall- und Rettungseinheit der Kanarischen Regierung gelöscht werden. Das gleiche Szenario bot sich bereits am 29.05.2016 in der Nähe des Staudamms in Fataga sowie auch bei dem Feuer, das am 07.06.2016 in La Pasadilla ausbrach und schließlich von der Feuerwehr des insularen Sicherheitskonsortiums gelöscht wurde.

Die Umweltschutzabteilung des örtlichen Cabildo erklärte, dass das ausführende Unternehmen zunächst meldete, über einen Sonderluftverkehrsbetreiberschein zu verfügen, der aber in Wahrheit noch auf seine Genehmigung durch das Verkehrsministerium warte. Wie es weiterhin hieß, wolle man nach einer Alternative suchen, sollten die HTA-Hubschrauber keine Lizenz erhalten, bevor die Sommerkampagne gegen Waldbrände ab dem 01.07.2016 beginnt. Für jeden Tag des Verzugs wird dem portugiesischen Unternehmen andernfalls eine Strafe von 3.000 Euro auferlegt werden.

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