Touristenausgaben auf den Kanaren übersteigen im laufenden Jahr bereits 5 Milliarden Euro

Die Gesamtausgaben ausländischer Touristen auf den Kanaren sind in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 354 Millionen auf bereits über fünf Milliarden Euro angestiegen. Dennoch bedeutet der deutliche Anstieg von 7,47 Prozent nicht automatisch gestiegene Pro-Kopf-Ausgaben. Diese sind um 3,42 Prozent auf 1.122 Euro gesunken, da sich die durchschnittliche Urlaubsdauer von Kanaren-Urlaubern aus aller Welt im Vergleich zum Vorjahr um 3,57 Prozent auf neun Tage verkürzt hat.

Diese Tendenz, die aus den Erhebungen des Nationalen Statistikinstituts (INE) hervorgeht, beschreibt einen Verhaltenswechsel bei den Urlaubern, der entweder einer schwächeren Kaufkraft geschuldet ist oder sich dadurch erklärt, dass der Jahresurlaub bei immer mehr Reisenden in mehrere Etappen aufgeteilt wird und mehrere verschiedene Reiseziele besucht werden.

Die durchschnittlichen Ausgaben pro Tourist und Tag lagen von Januar bis März 2016 bei 125 Euro und sind somit in etwa gleich geblieben. Da die Ausgaben pro Tag folglich unverändert geblieben sind und sich die Aufenthaltsdauer kanarischer Touristen verkürzt hat, lassen sich die erhöhten Gesamtausgaben im Vergleich zum Vorjahr nur durch den stetigen Anstieg der Besucherzahlen erklären.

Spanienweit ist die durchschnittliche Urlaubsdauer um 6,55 Prozent auf 8 Tage zurückgegangen, während die Gesamtausgaben um 6,41 Prozent auf bis zu 17,9 Milliarden Euro angestiegen sind. Die Pro-Kopf-Ausgaben verzeichneten im Landesdurchschnitt einen Rückgang von 5,85 Prozent auf 989 Euro.

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