Festnahme einer 33-Jährigen wegen Mordes auf Gran Canaria

Am 13.05.2016 wurde in den Gewässern von Los Nidillos zwischen El Confital und der Playa de Las Canteras in der Inselhauptstadt Gran Canarias eine bereits stark verweste Leiche gefunden, die sich zwischen den Felsen nur wenige Meter vor der Küste befand. Nachdem die örtliche Feuerwehr und Taucher der Polizei den Körper des Mannes aus dem Wasser geborgen hatten, erwies sich eine Identifizierung der Leiche aufgrund ihres Zustands alles andere als einfach. Die Polizei tappte zunächst völlig im Dunkeln, da man sich auch auf keine passende Vermisstenanzeige stützen konnte.

Durch die Mithilfe der Bevölkerung und Informationen mehrerer Personen konnte der Verstorbene Anfang Juni schließlich identifiziert werden. Ermittlungen im näheren Umfeld des Mannes ergaben, dass dessen Bankkonten auch nach seinem Tod noch aktiv genutzt wurden. Der Verdacht fiel schnell auf die 33-jährige Freundin, die sich auch das Handy des Toten angeeignet hatte, um dessen Familie in dem Glauben zu lassen, dass alles in Ordnung sei. Die Frau hatte außerdem den Wagen ihres Lebensgefährten ohne dessen Einverständnis verkauft und anschließend Dokumente dementsprechend gefälscht, um das Auto weiterverkaufen zu können. Im Laufe der Ermittlungen fand man auch heraus, dass die Verdächtige sich vor etwa eineinhalb Monaten auf Gran Canaria aufgehalten hatte, wodurch der anfängliche Verdacht sich zusätzlich erhärtete.

In der asturischen Ortschaft Corvera wurde die Spanierin schließlich unter dringendem Mordverdacht festgenommen, als sie sich gerade mit einem neuen Partner in einer Wohnung aufhielt. Der Mann hatte von der Vergangenheit seiner neuen Freundin offenbar nichts gewusst. Bislang konnte weder der Tathergang noch das Motiv der Frau eindeutig geklärt werden. Nach ihrer Festnahme wegen Mordes, Raubes und Betrugs legte sie jedoch ein Geständnis ab. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen, sodass auch weitere Festnahmen nicht ausgeschlossen werden.

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