Lanzarote wird Operationsbasis für Reaper-Drohnen der Spanischen Luftwaffe

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Die vier unbemannten Fluggeräte vom Typ MQ-9 Reaper („Sensenmann“) sind der Stolz der Spanischen Luftwaffe, wenngleich die Drohnen bisher nur bestellt, aber noch nicht ausgeliefert sind. Die Anschaffungskosten der 4 Drohnen belaufen sich auf 160 Mio. Euro. Die ersten beiden Exemplare sollen Mitte 2018 in Betrieb gehen. Die Basis der Fluggeräte wird zwar Talavera la Real im Nordosten der Provinz Badajoz sein, aber auf dem Luftwaffenstützpunkt auf Lanzarote wird derzeit eine Operationsbasis für die Drohnen eingerichtet.

Rund 3 Monate sollen die Umbau- und Umrüstungsarbeiten auf dem Militärgelände dauern. Die Gesamtkosten für diese Maßnahme wird rund 450.000€ betragen. Im Hangar Nummer 2 werden die zwei Kontrollräume eingerichtet. Außerdem müssen die Elektroinstallation, die Klimaanlage und natürlich die Kommunikationsleitungen auf den neuesten Stand gebracht werden. Ein wichtiger Teil der Bauarbeiten umfasst auch die Antennenanlage, die für die Fernsteuerung der Drohnen benötigt wird.

Die Kanaren sind aufgrund ihrer geostrategischen Lage nach Aussagen der Spanischen Luftwaffe ein idealer Standort für dieses Waffensystem, denn ihr Haupteinsatzort werden die Krisengebiete in Nordafrika sein. Mit dem Luftwaffenstützpunkt auf Lanzarote bleiben die Drohneneinsätze auf weitesgehend unabhängig von der Militärbasis in Gando auf Gran Canaria, wo F-18-Kampfflugzeuge stationiert sind.

Eine Reaper-Drohne wird von zwei Personen kontrolliert. Einer übernimmt die Steuerung des Fluges und der andere ist für die Steuerung der Ausrüstung wie Waffensysteme und Aufklärungssysteme zuständig.

Die Drohnen können grundsätzlich mit Waffen bestückt werden, sollen aber zunächst nur unbewaffnet für Aufklärungsmissionen eingesetzt werden.

Sowohl die „Piloten“, als auch das Wartungspersonal müssen eine 6-monatige Spezialausbildung in den USA durchlaufen.

Die Drohnen sollen zwar hauptsächlich zur Terroraufklärung eingesetzt werden, können aber mit ihren Sensoren auch zur Suche nach Schiffbrüchigen, zur Kontrolle von Bränden oder zum Aufspüren von Umweltsündern, wie z.B. Schiffen, die Ihre Tanks auf hoher See entleeren, verwendet werden.

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