Spanischer Wohnungsmarkt verzeichnet steigende Preise

Der durchschnittliche Kaufpreis pro Quadratmeter für gebrauchte Wohnungen in Spanien ist im 3. Quartal 2017 um 2,3% gegenüber dem 2. Quartal gestiegen und liegt nun bei 1.590€/m². Im Vergleich zum 3. Quartal 2016 liegt die landesweite durchschnittliche Preissteigerung bei 3,7%.

Betrachtet man Spaniens Hauptstädte, so verzeichnet Palma de Mallorca mit einem Plus von 7,3% im dritten Quartal 2017 den stärksten Preisanstieg. Dies macht Palma de Mallorca auch zur bisher einzigen Hauptstadt in Spanien, die das Preisniveau aus der Zeit vor der Krise, also von 2007, erreicht und überschritten hat. Im Jahresvergleich sind die Preise auf den Balearen um sagenhafte 23,2% gestiegen und liegen derzeit bei 2.383€/m².

In der Provinz Las Palmas de Gran Canaria, zu der neben Gran Canaria und Lanzarote auch Fuerteventura gehört, sind die Wohnungspreise im Vergleich zum Vorjahr um 10.3% gestiegen, in der Provinz Santa Cruz de Tenerife dagegen „nur“ um 5,8%.

Die Daten stammen von der Analyse-Abteilung der spanischen Immobilienplattform idealista.com, die nach eigenen Angaben die meistbesuchte Immobilienplattform des Landes ist. Die Datenerhebung erfolgte anhand von 393.382 Verkaufsanzeigen, die sich am 27.09.2017 in der Datenbank befanden.

Es handelt sich also um die von Immobilienverkäufern „geforderten“ Preise bezogen auf die von den Verkäufern angegebene „Bebaute Fläche“. Wenn man also annimmt, dass der tatsächlich erzielte Verkaufspreis etwas unter dem inserierten Preis liegt, und dass die Verkäufer bei den Quadratmeterangaben eher nach oben als nach unten „schummeln“, dürften die tatsächlich erzielten Quadratmeterpreise etwas niedriger ausfallen, als von Idealista angegeben.

Dennoch senden die Zahlen eine wichtige Botschaft: Die Verkäufer sind optimistisch und erwarten eher steigende als fallende Preise.

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