50 Jahre Haft für „Batucada-Kinderschänder“ aus Puerto del Rosario

Die zweite Kammer des Landgerichts von Las Palmas hat Eduardo Paz zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von 50 Jahren verurteilt.

Der Fall des Mannes wurde Ende September 2017 in Puerto del Rosario unter Ausschluss der Öffentlichkeit verhandelt, um Angriffe durch die Eltern der Opfer zu vermeiden. Nun hat das Gericht das Strafmaß auf 50 Jahre festgelegt und ist dabei der unter der Forderung der Staatsanwaltschaft geblieben, die für 77 Jahre plädiert hatte.

Dem Mann konnte in insgesamt 11 Fällen der Missbrauch von Kindern sowie der Besitz von Kinderpornografie nachgewiesen werden. Eduardo Paz war Direktor einer Kinder-Batucada-Gruppe auf Fuerteventura und hatte dadurch regelmäßig mit seinen Opfern zu tun. Batucada ist eine Stilrichtung des Samba basierend vor allem auf Schlagzeugmusik. Batucada-Gruppen treten oft zum Karneval auf.

Die Untersuchungen hatten begonnen, nachdem die Eltern Anzeige erstattet hatten, weil ihr Kind ihnen erzählt hatte, dass der Mann es während eines Camps angefasst hatte. Später kamen weitere Aussagen von Betroffenen hinzu.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig und kann vor dem Obersten Gerichtshof revidiert werden.

Anders als im Deutschen Strafrecht, wo selbst eine „lebenslange“ Haftstrafe nach 15 Jahren überprüft werden muss, gibt es diesen Automatismus im spanischen Recht nicht. Es ist also gut möglich, dass Eduardo Paz tatsächlich bis zum Ende einsitzen muss.

1 Kommentar

  1. Buenas Dias ! Guten Morgen ! Soetwas gehört nicht in eine normale Welt !Triebtäter aller Arten müssen für immer weg geschlossen werden ! Ein großes Lob an die spanische Justiz ! Nette Grüße an das Team – Fuerteventura-Zeitung !

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