Die spanische Wetteragentur AEMET hatte für den 09. April 2026 eine Windwarnung der Stufe gelb herausgegeben. Die widrigen Wetterbedingungen hatten erheblichen Auswirkungen auf den Flugverkehr an den Flughäfen von Fuerteventura, Lanzarote und Gran Canaria.
Mindestens 5 Flüge, die auf Fuerteventura landen sollten mussten umgeleitet werden. Grund waren sogenannte Scherwinde, die für Verkehrsflugzeuge eine erhebliche Gefahr darstellen. Dies gaben der spanische Flughafenbetreiber AENA und die spanische Fluglotsen bekannt.
Zwei Flugzeuge, die von Teneriffa Nord und Gran Canaria gestartet waren, versuchten auf Fuerteventura zu landen, mussten jedoch den Anflug abbrechen. In beiden Fällen kehrten die Maschinen zu ihren jeweiligen Abflughäfen zurück, nachdem die Landemanöver nicht erfolgreich abgeschlossen werden konnten.
Umleitungen nach Teneriffa Süd
Zusätzlich wurden drei weitere Flugzeuge, die ursprünglich Fuerteventura als Ziel hatten, zum Flughafen Teneriffa Süd umgeleitet. Diese Maschinen waren zuvor von Sevilla, Madrid und Warschau gestartet. Die Umleitungen erfolgten als direkte Folge der anhaltend schlechten Wetterbedingungen im Zielgebiet.
Insgesamt mussten somit zwei Flugzeuge zu ihren Ausgangsflughäfen zurückkehren, während drei weitere nach Teneriffa Süd umgeleitet wurden. Diese Vorfälle sind Teil einer größeren Zahl von Störungen im Flugverkehr, die die östlichen Kanarischen Inseln betrafen.
Auch Lanzarote und Gran Canaria betroffen
Neben den 5 Flügen mit Ziel Fuerteventura waren noch drei weitere Flüge betroffen
Ein Flug aus Göteborg mit Ziel Gran Canaria musste ebenfalls nach Teneriffa Süd umgeleitet werden. Darüber hinaus musste zwei weitere Flüge mit Ziel Lanzarote, die von London bzw. aus Dublin gestartet waren, nach Teneriffa Süd ausweichen.
Die Beeinträchtigungen des Flugverkehrs zeigen, dass man Wetterwarnungen auf Fuerteventura immer ernst nehmen sollte.
Was sind Scherwinde und warum sind sie gefährlich
Die Probleme im Anflug auf den Flughafen von Fuerteventura wurden durch sogenannte Scherwinde verursacht. Dabei handelt es sich um plötzliche Änderungen der Windgeschwindigkeit oder der Windrichtung auf kurzer Distanz, insbesondere in Bodennähe.
Für Flugzeuge stellen Scherwinde ein erhebliches Risiko dar, vor allem während Start und Landung. In diesen Flugphasen sind Maschinen auf eine stabile Luftströmung angewiesen. Kommt es zu abrupten Veränderungen, kann dies zu einem schnellen Verlust oder auch zu einem unerwarteten Gewinn an Auftrieb führen. Das Flugzeug sackt dann entweder abrupt ab oder „zieht hoch“. Piloten müssen in solchen Situationen innerhalb kürzester Zeit reagieren, um die Kontrolle über das Flugzeug zu behalten. Solche Scherwinde sind für die Piloten jedoch unsichtbar.
Aus Sicherheitsgründen werden Landungen bei starken Scherwinden häufig abgebrochen oder gar nicht erst eingeleitet.
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