Polizei fasst Bande von Waffenhändlern auf Gran Canaria

umgebaute Schreckschusspistole

Beamte der Nationalpolizei haben auf Gran Canaria vier mutmaßliche Mitglieder einer kriminellen Vereinigung festgenommen. Den drei Männern und einer Frau wird vorgeworfen, mit illegalen Waffen gehandelt zu haben.
Die Ermittlungen begannen, nachdem die Polizei bei Einsätzen zwei Schreckschusspistolen in Las Palmas de Gran Canaria entdeckte.

Daraufhin fiel den Ermittlern eine Bande auf, die Schreckschusspistolen vom Kaliber 9mm aufkaufte und diese zu voll funktionsfähigen Waffen umbaute. Auch die Schreckschussmunition modifizierten sie zu scharfer Munition. Ihre illegalen Produkte verkauften sie anschließend auf dem Schwarzmarkt.

Nach monatelangen Nachforschungen konnten die Beamten ein Organigramm der kriminellen Strukturen der Bande erstellen, wobei sie die Hierarchien und Rollenverteilung der sowohl der Mitglieder als auch der Käufer herausarbeiten konnten.

Scharfe Waffen für die kanarische Unterwelt

Um nicht aufzufallen, nutzte die Bande dritte Personen, die ihre Identität zur Verfügung stellten. Diese kauften die Schreckschusswaffen in verschiedenen Waffengeschäften auf Gran Canaria und Teneriffa.

Ein Mitglied der Bande war als Vermittler dafür zuständig, auf dem kanarischen Schwarzmarkt Käufer für die scharf gemachten Pistolen zu finden.

Als die Polizei genug Hinweise auf die Art und Weise der Manipulation der Waffen, die Verstecke und die Distributionswege hatten, erließ das zuständige Gericht einen Durchsuchungsbeschluss. Bei der Durchsuchung fanden die Beamten zwei scharf gemachte Pistolen.

Der mutmaßliche Kopf der Bande sitzt nun in Untersuchungshaft. Die mutmaßlichen Mitglieder müssen sich nun wegen der Bildung einer kriminellen Vereinigung und illegalem Waffenbesitz verantworten. Auch ein Käufer einer modifizierten Waffe kommt wegen illegalem Waffenbesitz vor Gericht.

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