Mehr Morde und Vergewaltigungen auf den Kanaren

Pistole am Strand w

Im ersten Halbjahr 2018 ist die Zahl der schweren Verbrechen auf den Kanaren deutlich gestiegen. Dies geht aus dem Kriminalitätsindex des spanischen Innenministeriums hervor, der am 03.08.2018 veröffentlicht wurde.
Demnach kam es im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 2017 zu 54,5% mehr Tötungen und Morden sowie 79,3% mehr Vergewaltigungen. Somit steht die Inselgruppe in beiden Fällen deutlich über dem nationalen Durchschnitt, der bei einem Anstieg von 48% bzw. 20% liegt.

Die Zahl der versuchten Morde ist sowohl auf den Kanaren um 30,4% (von 23 auf 16) als auch landesweit um 33% (von 116 auf 78) gefallen.

Zwischen Januar und Juni wurden auf den Kanaren 17 Tötungen und Morde registriert. Im Vorjahreszeitraum lag die Zahl noch bei elf Fällen.

Zudem wurden in diesem Jahr bereits 52 Vergewaltigungen zur Anzeige gebracht, während es im Vergleichszeitraum 2017 noch 29 waren. Landesweit ist die Zahl aller sexuellen Übergriffe von 955 auf 1.075 und somit um 12,5% gestiegen.

Allgemein betrachtet ist laut aktuellen Daten des Berichts die Kriminalitätsrate in Spanien jedoch um 2,8% gesunken. Auf den Kanaren sogar um 4,8%. Hauptsächlich ist dies aber dem starken Rückgang bei Vergehen wie Diebstählen geschuldet. Diese machen auf den Kanaren sowie auch landesweit immerhin fast ein Drittel aller Vergehen aus.

Kein Grund zur Sorge

Trotz der statistischen Steigerungsraten bei Morden, die auf den ersten Blick extrem erscheinen, ist die Mordrate (Zahl der Morde bezogen auf 100.000 Einwohner) auf den Kanaren und in Spanien nicht höher als Beispielsweise in Deutschland. Damit sind die Kanaren und Spanien nach wie vor eine der sichersten Urlaubsregionen der Welt.

Außerdem sind die absoluten Fallzahlen auf den Kanarischen Inseln so klein, dass bereits ein Mord mehr oder weniger erhebliche prozentuale Veränderungen bewirkt.

Ein Urlaub in der Karibik ist jedenfalls um ein Vielfaches gefährlicher als ein Kanarenurlaub.

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