Drei weitere verwilderte Esel von Jandia nach Pozo Negro umquartiert

Wilde Esel aus Jandia in ihrem neuen Zuhause in Pozo Negro

Die Landwirtschaftsabteilung des Cabildo de Fuerteventura und die „Asociación del Burro Majorero“ (Fuerteventura-Esel-Verein) hat im November 2018 drei weitere verwilderte Esel nach Pozo Negro umgesiedelt. Die drei Tiere streunten auf dem Gelände des ehemaligen Hotelkomplexes Stella Canaris in Jandia im Süden von Fuerteventura umher.

Die 3 Esel werden genauso versorgt, wie ihre 5 Artgenossen, die bereits im März 2018 eingefangen und nach Pozo Negro gebracht worden sind. In der landwirtschaftlichen Versuchsfarm werden sie tierärztlich untersucht und behandelt, entwurmt und vernünftig ernährt.

Nachkommen verwilderter Esel aus dem 15. Jahrhundert

Die verwilderten Esel waren ein Überbleibsel aus dem 15. Jahrhundert. Damals hatten die Eroberer Nutztiere, darunter auch Esel, mit nach Fuerteventura gebracht. Im 16. Jahrhundert berichteten Geschichtsschreiber sogar von einer regelrechten Eselplage auf Fuerteventura. In einer groß angelegten Jagd wurden 1.500 Tiere zur Strecke gebracht.

Die wenigen verbliebenen Esel in Jandia hatten immer wieder unter gesundheitlichen Problemen zu leiden. Diese waren auf Mangelernährung, Parasiten und möglicherweise auch auf Gendefekte zurückzuführen. Aufgrund der extrem kleinen Population war es sicher immer wieder zu Inzucht gekommen.
Außerdem waren häufig in Verkehrsunfälle verwickelt. Sie hatten jegliche Scheu vor Menschen verloren, und liefen regelmäßig -auch nachts- auf die Straßen von Jandia. Auf den Mittelstreifen konnte Sie immer frisches Gras finden.

7 Kommentare

  1. Schön, dass die Esel nun in guter Obhut sind und dort hoffentlich bleiben können. Eines der Tiere hatte solch lang gewachsene Schnabelhufe, dass es kaum noch laufen konnte. Sehr lieb gemeint, aber doch falsch gemacht war auch die Fütterung durch Passanten, die man oft beobachten konnte…

  2. “Verwildert” bedeutet doch gerade, dass die Tiere früher einmal Nutztiere waren und nun nicht mehr in der Obhut des Menschen leben. Die Esel hatten zweifelsfrei Nachwuchs, der in der “Wildnis” entstanden ist. Damit sind die Esel eindeutig verwildert. Historiker berichten übrigens von einer Eselplage im 16. Jhdt. Diese “Plageesel” waren ebenfalls schon damals “verwildert”.

  3. Von verwilderten Eseln zu schreiben finde ich einseitig und falsch. Viele der freilebenden Esel auf der Insel wurden von Bauern vom Hof gejagt, als man sie nicht mehr brauchte, bzw. Traktoren für die Arbeit hatte. Fakt ist auch, dass die Esel uns während Jahrtausenden als Lastentier geholfen haben.

  4. Ich habe bei Abendspaziergängen mit meinem Mann immer wieder mal Esel gesehen und mich darüber gefreut. Ich wusste aber nicht, dass diese verwildert waren. Wir dachten, das sie ausgebüxt wären. Jetzt bin ich froh, dass ihnen geholfen wird, nachdem ich die Wahrheit kenne. Danke den Tierrettern.

  5. Habe mich immer über die Esel gefreut aber es ist gut das man sich jetzt um sie kümmert und das sie auch medizinisch versorgt werden

  6. Ich wohne auf fuerteventura und habe in Jandia gewohnt. Nachts hatten wir oft die Eselgruppe am Haus. Wir haben erlebt das die Eselstute mit Kind leider erschossen werden musste weil die verletzungen zu stark waren nach einem Autozusammen stoss.
    Man kann nur hoffen für die Eselgruppe, das sie nicht mehr in ein stark besiedeltes gebiet kommen. Es war schön für die Menschen sie so nah zu sehen, aber für die Esel war es nicht gut. Wir freuen uns das es ihnen jetzt gut geht und sie gut versorgt werden.

  7. Kommen die lieben Esel danach wieder zurück nach Jandia. (HOFFENTLICH) VIELEN DANK FÜR EURE PFLEGE.

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