Anwohner melden Bergesel in Not

Die Spezialeinheit SEPRONA (Servicio de Protección de la Naturaleza), die als Teil der Guardia Civil für Tier-, Natur- und Umweltschutz zuständig ist, kümmerte sich Anfang Juli um zwei in Not geratene Bergesel auf Fuerteventura, nachdem Anwohner der Insel die Beamten auf die hilfsbedürftigen Tiere in Jandía aufmerksam gemacht hatten. Am frühen Morgen des 03. Juli informierten mehrere Anwohner aus dem südlichen Morro Jable die Sicherheitskräfte über einen Esel, der in sichtbar schlechtem Zustand mitten auf der Hauptstraße lag.

Zusammen mit Tierärzten aus dem Oasis Park kümmerten sich die Beamten um das kranke Tier, sodass es nach einer kurzen Behandlung wieder selbst auf eignen Beinen stehen konnte. Nur zwei Tage später machten zahlreiche Anrufer die Guardia Civil auf einen in Not geratenen Bergesel in der Umgebung des Barranco de Esquinzo aufmerksam. Das Tier konnte aufgrund stark deformierter Hufe kaum mehr aus eigener Kraft laufen und musste von den Experten der SEPRONA bei den Tierärzten im Oasis Park untergebracht werden.

Durch die deformierten Hufe war der Esel nicht mehr in der Lage, ausreichend Wasser und Nahrung aufzunehmen und war entsprechend dünn und dehydriert. Außerdem stellte sich im weiteren Verlauf der Untersuchung durch die Tierärzte heraus, dass durch die andauernde Fehlbelastung die Gelenke Fehlstellungen aufweisen und sich Sehen verkürzt haben, die nun durch andauernde Behandlung wieder verbessert werden sollen.

Dieser Esel namens „Blanco“ war bereits im Jahr 2014 zu trauriger Berühmtheit gelangt, nachdem Markus Raabe von Equiwent „Schmiede ohne Grenzen“ begleitet von einem Fernsehteam schon einmal die Hufe des Tieres bearbeitet hatte.

Der zweite Esel, der ebenfalls zur Zeit noch im Oasis Park betreut wird, ist ein sehr junges Tier, das erst wenige Monate alt ist. Bei ihm stellten die Tierärzte ein gebrochenes Bein fest, dass nun geschient wurde. Die Ärzte gehen davon aus, dass das Tier sich vollständig erholen kann und dann auch wieder in die Freitheit entlassen werden kann.

Sollten Sie auf ein verletztes oder krankes Tier aufmerksam werden, empfiehlt es sich, die Guardia Civil unter ihrer Notfallrufnummer 062 zu kontaktieren oder eine der zuständigen Inselbehörden darüber zu informieren.

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