Limit für Lobos: Zugangsbeschränkung ab Januar 2019

Wassertaxis Lobos

Die Inselverwaltung (Cabildo) von Fuerteventura hat angekündigt, ab Mitte Januar 2019 den Zugang zur Insel Lobos beschränken. Der Nutzungsplan für den Naturpark „Islote de Lobos“ sieht eine maximale Kapazität von 200 Besuchern gleichzeitig auf der Insel vor. Da insbesondere im Sommer wesentlich mehr Besucher die Insel Lobos bevölkern, ist die Inselverwaltung gesetzlich verpflichtet, das vorgeschriebene Limit wirksam durchzusetzen.

Man habe, so das Cabildo, in den letzten Monaten intensiv und in engem Kontakt mit den Betreibern der Boote und den Personen, die traditionell mit Lobos verwurzelt sind, daran gearbeitet, einen Maßnahmenkatalog zu erstellen, der die Bewahrung dieses Naturschutzgebietes garantiert.

So soll die Gemeinde Antigua Maßnahmen zur Kontrolle von Booten, insbesondere der Wassertaxis, einrichten. Im Sommer 2018 hatte es bereits Konflikte gegeben. Die Wassertaxis hatten die Badebucht „El Puertito“ zum Anlanden ihrer Passagiere genutzt. Für die sogenannten RIB (Festrumpfschlauchboote) war es einfacher und sicherer, die Fahrgäste im flachen Wasser der Bucht abzuladen, als an der offiziellen Anlegestelle („muelle“). Kritiker zufolge habe dies eine Gefahr für die Badenden dargestellt. Die Gemeinde La Oliva hatte den Betrieb der Wassertaxis im Sommer 2018 vorübergehend untersagt.
Nun sollen Boote aus der Badebucht „El Puertito“ vollständig verbannt werden.

Eintrittsgeld geplant

Als weitere Maßnahme arbeitet das Cabildo an einer Gebührenordnung. Diese soll es ermöglichen, eine „bescheidene“ Gebühr für das Betreten und die Nutzung der Insel Lobos zu kassieren. Die Einnahmen sollen für die Erhaltung, Säuberung und Bewachung dieses Naturschutzgebietes verwendet werden.

Die Kapazität von 200 Personen gleichzeitig ist im „Plan zur Verwaltung und Nutzung der Islote de Lobos“ festgelegt. Zu deren Ermittlung wurden verschiedene Kriterien herangezogen. Dazu gehören u.a. die Kapazität der Wanderwege, die Möglichkeiten der Wasserversorgung und Müllentsorgung, sowie die Einflüsse und Störungen der Besucher im Hinblick auf Flora und Fauna.

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