Mord auf Teneriffa wahrscheinlich geplant

Teneriffa Wanderweg

Wie wir bereits berichteten, hat es am 23. /24. 04. auf Teneriffa ein Familiendrama gegeben. Ein 43-jähriger Vater soll seine 39-jährige Frau und den älteren Sohn in einer Höhle erschlagen haben. Der jüngere Sohn konnte aus der Höhle fliehen und entkam so dem sicheren Tod.

Inzwischen ist bekannt geworden, dass der Mann die Tat offensichtlich geplant hatte. Zumindest legen die Erzählungen des jüngeren Sohnes dieses nahe. Danach hatte der Vater ein Picknick vorbereitet. Dann hat er sie unter dem Vorwand, dort Ostereier und Geschenke versteckt zu haben, in die Höhle gelockt. Nachdem der Vater vor den Augen der Kinder zunächst auf die Mutter eingeschlagen hatte, floh der jüngere Sohn aus der Höhle. Er nahm dabei eine andere Strecke, als die auf der sie in die Höhle hineingegangen waren und verdankt sein Leben wahrscheinlich diesem Zufall. Ansonsten hätte der Vater das Kind vielleicht noch einholen können.

Ebenfalls für eine Planung des Mordes spricht, dass die Eheleute wohl dabei gewesen sein sollen, die Trennung vorzubereiten. Die Kinder hätten das jedoch nicht gewusst, hieß es in verschiedenen Berichten. Der Mann habe das offensichtlich immer noch vorhandene Vertrauen seiner Frau in ihn ausgenutzt. Die Mutter hatte die Kinder zu gemeinsamen Ferien beim Vater gebracht, damit diese ihren Vater sehen und Zeit mit ihm verbringen konnten.

Missverständnisse in den spanischen Medien

Das Alter des überlebenden Kindes schwankt nach Angaben unterschiedlicher Medien zwischen 5 und 7 Jahren. Einige spanische Medien hatten den kompletten Namen des mutmaßlichen Täters veröffentlicht und offenbar sogar ein Foto von „dessen“ Facebook-Account. Das führte dazu, dass ein Familienvater aus dem Traunstein plötzlich spanische Hasskommentare auf seinem Facebookprofil lesen musste, obwohl er nichts mit dem Drama auf Teneriffa gemeinsam hat. Er überlegt nun rechtliche Schritte gegen die Verbreitung seines Bildes einzuleiten. Die betroffene Familie H. stammt aus Sachsen-Anhalt.

Die Mordopfer weisen schwere Schädelverletzungen auf

Inzwischen ist auch bekannt geworden, dass Thomas H. mutmaßlich mit größeren Steinen und den Fäusten sowohl seiner Frau, als auch dem 10-jährigen Sohn so schwere Schädelverletzungen beigebracht hat, dass diese nicht überleben konnten. Die Ermittler gehen davon aus, dass der jüngere Sohn die blutige und brutale Tat zumindest teilweise mit angesehen hat, bevor er floh.

Familienangehörige des überlebenden Jungen seien auf dem Weg nach Teneriffa, um sich während der Ermittlungen um das Kind zu kümmern.

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